Jeden Montag um 20 Uhr und Mittwoch um 17.30 Uhr läuft im Kino Ratingen die Filmauslese. Dahinter verbirgt sich eine Auswahl von Filmen, die sorgfältig kuratiert wird. Oft unterscheidet sich die Auswahl vom regulären Filmprogramm. Die Idee hinter der Filmauslese ist es, dem Publikum eine vielfältige und anspruchsvolle Auswahl an Filmen anzubieten, die möglicherweise nicht in allen Mainstream-Kinos zu finden sind. Oft werden diese Filme als kulturell relevant, innovativ oder herausfordernd angesehen und bieten den Zuschauern die Möglichkeit, neue Perspektiven und künstlerische Ansätze zu entdecken.

So steht am Montag, 10. August, und Mittwoch, 12. August, „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ auf dem Spielplan. In einer poetischen Spurensuche nähert sich Regisseurin Regina Schilling dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag, dargestellt von Sandra Hüller. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.

Eine Woche später (17. und 19. August) geht es in „Chéri, ich komme“ um die Erfindung der Lust. Zwanzig Jahre Ehe und nicht ein einziger Orgasmus. Dieses gut behütete Geheimnis beichtet Fanny ihrem Ehemann Thomas eines Tages. Aber statt gekränkt oder beleidigt zu sein, nimmt der Ingenieur die Herausforderung motiviert an. Er will ein Gerät entwickeln, das die weibliche Lust revolutionieren wird. Jenseits von Vulgarität erzählt Regisseurin Reem Kherici sehr empfindsam und dennoch voller Humor von der Erneuerungskraft der Liebe.