Die auf dem Leipziger Flughafen entdeckte Drohne ist mit einem Sprengsatz versehen gewesen. Es habe sich um eine »Drohne mit einer unbekannten Sprengvorrichtung« gehandelt, teilte das sächsische Landeskriminalamt (LKA) mit. Die Drohne wurde mittlerweile von Spezialisten der Bundespolizei entschärft. Die Zentralstelle Extremismus Sachsen bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Terrorismus- und Extremismusabwehrzentrum beim LKA übernahmen die Ermittlungen.
Der Verkehr am Flughafen Leipzig/Halle war zuvor wegen eines Gegenstandes an der südlichen Landebahn und einem unbekannten Flugobjekt zwischenzeitlich eingestellt gewesen. Laut einem Nato-Sprecher wurde eine mit Sprengstoff beladene Drohne in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs sichergestellt. Daneben kollidierte offenbar eine Frachtmaschine des Logistikunternehmens DHL mit einer Drohne. Das Flugzeug landete sicher in Hannover.
Nach ZEIT-Informationen ermittelt die Polizei aktuell in mehrere
Richtungen. Ein denkbares Szenario ist ein von Russland initiierter
Angriff auf ukrainisches Militärmaterial in Deutschland.
Bundespolizei laut Polizeigewerkschaft gut für Drohnenvorfälle ausgestattet
Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) bezeichnete den Zwischenfall als »sehr ernsten Sicherheitsvorfall«. »Deshalb ermitteln Landes- und Bundessicherheitsbehörden seit heute Nacht unter Hochdruck Hand in Hand«, sagte Schuster. Er befinde sich »in ständigem Austausch« mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Dieser hatte seinen Urlaub nach Bekanntwerden des Falls unterbrochen.
© Lea Dohle
Newsletter
Was jetzt? – Der tägliche Morgenüberblick
Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.
Prüfen Sie Ihr Postfach und bestätigen Sie das Newsletter-Abonnement.
Laut Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigen die Vorfälle, dass die Bundespolizei gut ausgestattet ist. »Die hochmoderne Ausrüstung zahlt sich aus, die Alarmsysteme haben gut
funktioniert«, sagte der GdP-Chef für die Bundespolizei, Andreas
Roßkopf, der Rheinischen Post. »Die Bundespolizei ist an den deutschen Flughäfen mittlerweile gut dafür
ausgestattet, um die Flugbewegungen von Drohnen zu beobachten und
Gegenmaßnahmen einzuleiten«, sagte Rußkopf. Vollständig zu verhindern
seien Attacken durch Drohnen aber nicht.
Der Flugbetrieb am Leipziger Flughafen wurde nach Feststellung der Drohne in der vergangenen Nacht zunächst komplett eingestellt. Nach einer umfangreichen Kontrolle des Flughafens konnte die Landebahn, die nicht vom Drohnenfund betroffen war, wieder freigegeben werden. Die Landebahn, auf der das Flugobjekt gefunden wurde, sollte aus Wartungsgründen zunächst nicht genutzt werden. Laut Ermittlerinnen und Ermittlern besteht keine Gefahr für Passagiere oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Flughafen.
Vorfall am Flughafen Leipzig
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Flughafen Leipzig/Halle:
Was sich in der Nacht am Leipziger Flughafen ereignete
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Innenministerkonferenz in Bremen:
Wie der Gefahr von oben begegnen?
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Unbekannte Flugobjekte:
Was fliegt denn da?