Greenpeace hat an mehreren Orten in Wien extreme Oberflächentemperaturen gemessen. Vor dem Hauptbahnhof wurden 66,3 Grad registriert, auf einer Metallrutsche im Stadtpark sogar 66,6 Grad – laut AUVA besteht dabei Verbrennungsgefahr.
Am bislang heißesten Tag der aktuellen Hitzewelle hat Greenpeace an mehreren Orten in Wien außergewöhnlich hohe Oberflächentemperaturen gemessen. Besonders betroffen waren stark versiegelte Plätze ohne Schatten.
Gemessen wurden laut der Umweltschutzorganisation:
Kinderrutsche erreicht 66,6 Grad
Besonders alarmierend war laut Greenpeace die Temperatur einer Metallrutsche im Wiener Stadtpark. Dort wurden 66,6 Grad gemessen.
Nach Angaben der AUVA können Metalloberflächen bereits ab 65 Grad zu Verbrennungen führen.
Greenpeace fordert mehr Begrünung
Die Umweltschutzorganisation sieht die hohen Temperaturen als Folge fehlender Begrünung und fordert eine österreichweite Entsiegelungs- und Begrünungsoffensive.
Greenpeace verlangt von Klimaminister Norbert Totschnig unter anderem eine Renaturierungs-Milliarde, um Städte und Gemeinden beim Ausbau von Grünflächen und Hitzeschutzmaßnahmen finanziell zu unterstützen.
Bäume können die Temperaturen deutlich senken
Greenpeace verweist auf Studien, wonach Grünflächen ohne Bäume die Umgebungstemperatur bereits um rund sechs Grad senken können. In Kombination mit Bäumen und Hecken sei sogar eine Abkühlung von bis zu elf Grad gegenüber dicht verbauten Flächen möglich.
Die Organisation verweist außerdem auf offizielle Zahlen der AGES, wonach während der Hitzewelle im Juni fast 400 Menschen an den akuten Folgen der Hitze gestorben seien.