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Windows 11 muss abnehmen

WinUI 3 soll wieder mehr RAM freigeben

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Windows 11 muss abspecken. Dieser Ansicht ist auch Microsoft und will daher sein Betriebssystem in den kommenden Monaten spürbar effizienter machen. Nach Angaben von Windows-Chef Pavan Davuluri arbeitet das Unternehmen bereits daran, den Speicherverbrauch des Betriebssystems zu senken. Vor allem Rechner mit 8 GByte Arbeitsspeicher sollen von den Optimierungen profitieren.

Im Mittelpunkt steht dabei eine Überarbeitung der Speichernutzung von Windows 11. Künftig soll das Betriebssystem weniger Arbeitsspeicher dauerhaft belegen und die verfügbaren Ressourcen effizienter verwalten. Konkrete technische Details zu den geplanten Änderungen nannte Davuluri bislang allerdings nicht.

Als eine der Ursachen für den vergleichsweise hohen RAM-Bedarf gilt die in Windows weitverbreitete Laufzeitumgebung WebView2. Die auf Chromium basierende Technologie kommt in zahlreichen nativen Anwendungen zum Einsatz, darunter auch in Teilen des Datei-Explorers. Da viele dieser Programme ihre Oberfläche über Web-Technologien darstellen, steigt der Speicherbedarf gegenüber klassischen nativen Anwendungen.

Microsoft verfolgt deshalb den schrittweisen Wechsel auf WinUI 3. Die modernisierte Benutzeroberfläche soll nicht nur das Erscheinungsbild von Windows 11 vereinheitlichen, sondern auch die Ressourcennutzung verbessern. Erste Komponenten wie die systemweite Suche sowie einzelne Bereiche des Datei-Explorers wurden bereits auf die neue Plattform umgestellt.

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Ein wesentlicher Vorteil von WinUI 3 besteht darin, dass Anwendungen gemeinsame Systemkomponenten nutzen können. Dadurch müssen nicht mehr mehrere Instanzen browserbasierter Laufzeitumgebungen parallel geladen werden, was langfristig den Speicherverbrauch reduzieren soll. Da WebView2 jedoch auch externen Entwicklern zur Verfügung steht und zahlreiche Drittanbieter-Anwendungen darauf aufbauen, dürfte die Umstellung des gesamten Windows-Ökosystems noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Neben den Arbeiten an der Speicherverwaltung kündigte Davuluri weitere Verbesserungen für Windows 11 an. Geplant sind unter anderem ein überarbeiteter Einrichtungsassistent, der den Installationsprozess beschleunigen soll, sowie Optimierungen bei den Familienkonten und der Sprachsteuerung. Nach aktuellen Angaben möchte Microsoft einen Großteil dieser Arbeiten noch bis zum Jahresende umsetzen.