Im TV ist er der Bösewicht
Münchner „Rote Rosen“-Star hilft bedürftigen Rentnern
05.08.2026 – 11:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Florian Odendahl (Archivbild): Der Münchner engagiert sich nun für bedürftige Rentner. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON/imago)
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Im TV macht Florian Odendahl als Intrigant seinen Mitmenschen das Leben schwer. Abseits der Kamera zeigte sich der Münchner nun von einer ganz anderen Seite.
In der ARD-Serie „Rote Rosen“ ist Florian Odendahl als Richard Kaiser zu sehen – ein berechnender Geschäftsmann, den der Sender als Antagonisten der aktuellen Staffel eingeführt hat. Für einen Tag ließ der Schauspieler die Rolle jedoch am Filmset zurück und wechselte in das Münchner Büro des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe.
Dort nahm Odendahl nach Angaben des Vereins Anrufe entgegen, half bei der Bearbeitung neuer Unterstützungsanträge und bereitete Lebensmittelgutscheine für bedürftige Rentner vor. Außerdem tauschte er sich in einem persönlichen Gespräch mit Menschen aus, die finanzielle Unterstützung für Anschaffungen wie Kleidung oder eine Kaffeemaschine erhalten sollten.
Florian Odendahl kehrt zurück zu Münchner Wurzeln
Für Odendahl war der Einsatz auch eine Rückkehr zu seinen Münchner Wurzeln. Der 52-Jährige wurde in der Stadt geboren und absolvierte dort von 1999 bis 2002 seine Schauspielausbildung. Einem breiteren Publikum wurde er vor allem durch die ZDF-Krimiserie „SOKO München“ bekannt: Zwölf Jahre lang spielte er darin den Rechtsmediziner Dr. Maximilian Weissenböck.
Seit 2025 gehört Odendahl zum Ensemble von „Rote Rosen“. Die Serie befindet sich derzeit in der Sommerpause und kehrt nach Angaben der ARD am 24. August mit neuen Folgen zurück.
„Rote Rosen“: Odendahl wuchs mit Gebärdensprache auf
Dass sich Odendahl für ältere Menschen engagiert, hat nach seinen Worten einen persönlichen Hintergrund: „Meine gehörlose Oma war für unsere Familie ein echter Fels in der Brandung“, sagte er. Sie habe sich mit großer Hingabe um ihn gekümmert und damit auch seine Eltern unterstützt. Odendahl wuchs nach Angaben des Vereins mit Gebärdensprache auf; auch sein Großvater war gehörlos.
Der gemeinnützige Verein Lichtblick Seniorenhilfe wurde 2003 in München gegründet und unterstützt Menschen, deren Einkommen im Alter nicht für notwendige Ausgaben reicht. Nach eigenen Angaben betreut die Organisation derzeit bundesweit mehr als 31.000 Rentner. Die Hilfen reichen von Einkaufsgutscheinen bis zur Übernahme einzelner Kosten, etwa für Medikamente, Haushaltsgeräte oder Nebenkostenabrechnungen.

