Seit März sind bis zu 600 Millionen Barrel verschwunden. Doch weltweit lagern noch Milliarden Barrel Öl – besonders China verfügt über einen gewaltigen Puffer.
Am Ölmarkt entsteht derzeit der Eindruck, die Welt stehe kurz davor, auf dem Trockenen zu sitzen. Die Vorräte sinken, wichtige Handelsrouten sind bedroht und in den USA erreichen einzelne
Lagerbestände historische Tiefstände. Doch der Blick auf die globalen Zahlen zeichnet ein deutlich weniger dramatisches Bild.
Weltweit lagerten zuletzt mehr als 8,2 Milliarden Barrel Rohöl und Ölprodukte in kommerziellen Speichern, strategischen Reserven und teilweise auf Tankern. Aus
diesen Vorräten wurden seit Beginn der jüngsten Eskalation etwa 400 bis 600 Millionen Barrel entnommen, schätzt der Ölmarkt-Experte Javier Blas von Bloomberg. Das klingt zunächst
gewaltig. Gemessen am gesamten Bestand entspricht es jedoch lediglich rund 5 bis 7 Prozent. Selbst nach diesem Abbau dürften weltweit noch deutlich mehr als 7,5 Milliarden Barrel vorhanden sein.
Die Vorräte sind also geschrumpft, aber von einer Erschöpfung kann keine Rede sein.
wallstreetONLINE Redaktion
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