Ein Konzert der Marke „bleibt in Erinnerung“: The Ghost Inside gastierten am Freitagabend im Posthof Linz. Nicht minder hochkarätiger Support kam von Unearth.
Man könnte sich keine besseren Bedingungen für einen lauen Konzertabend vorstellen als an diesem Freitag auf der Frischluft-Stage im Linzer Posthof. Im Vergleich schon fast angenehme 26 Grad, bewölkt, ein gut besuchter Linzer Posthof. Auch kein Wunder, sind mit The Ghost Inside doch ein Garant für eine energiegeladene Show zu Gast im Hafen von Linz gewesen.
Support an diesem Abend? Nicht minder bekannt. Unearth aus Massachusetts haben sich seit 1998 (!) dem Metalcore verschrieben. Nicht mehr, aber auch sicher nicht weniger. Trevor Phipps und Co. klingen zwar etwas anders im Vergleich zum folgenden Headliner, machen live aber Spaß. So Spaß, dass auch in Linz erste, wenn auch anfangs noch vergleichsweise zaghafte Circle-Pits entstehen. Das Ganze ist mit einer guten halben Stunde dann zwar ein etwas kurzes Vergnügen, reicht aber aus, um die Crowd mit Incinerate oder This Lying World auf The Ghost Inside vorzubereiten. Übrigens: neues Album, Nummer Neun insgesamt, wurde auch angekündigt. Soll im Frühjahr 2027 erscheinen, sei für Metalcore-Heads bereits an dieser Stelle empfohlen.
Pünktlich ging es dann auch mit The Ghost Inside weiter. Ein sportliches Programm war es dann schon, was Jonathan Vigil und Co. in der folgenden guten Stunde absolvierten. Immer wieder erstaunlich, wie viele Songs man in so kurzer Zeit unterbringen kann. Performance? Motiviert, wie bereits bei den Openern Avalance und The Outcast deutlich wird. Circle Pits werden größer, erste Bierbecher fliegen durch die Luft, erste Crowdsurfer müssen geborgen werden. Weitere Highlights sind Light Years sowie die bekannten „Klassiker“ Wash It Away, Engine 45 und Aftermath.
„This is all a bonus for us“, meint Jonathan Vigil. Kein Wunder, hat es doch wohl fast keine Band in ihrer Historie so getroffen wie The Ghost Inside. Nach schwerem Verkehrsunfall 2015 sind sie 2026 immer noch aktiv, und das energetisch wie eh und je. Einziger Wermutstropfen: Das Set im Linzer Posthof war dann ein doch relativ kurzes. Zugaben genretypisch gab es nämlich auch keine. Macht aber nix, denn The Ghost Inside bewiesen, dass gute Konzerte nicht immer ewig lang dauern müssen. Gerne wieder, lieber Posthof!
Foto: Christoph Leeb, Patrick Stadler