Berlin – Ein Jahrzehnt lang war „Babylon Berlin“ das Maß aller Dinge für deutsches Fernsehen. Jetzt kommt die Serie zu ihrem Ende. Über 530 Drehtage, über 500 Drehorte, 400 Darsteller, 17.000 Komparsen – und international gefeiert.

Den Hauptdarstellern Liv Lisa Fries (35) und Volker Bruch (46) gelang der ganz große Durchbruch. Ab 10. September sind die letzten acht Folgen der finalen fünften Staffel in der ARD Mediathek zu sehen. Sie erzählen die Wochen zwischen dem 30. Januar 1933, dem Tag der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler, und der Reichstagswahl am 5. März 1933 – der letzten freien Wahl.

Die Macher ziehen einen Schlussstrich

Am Dienstag stellten die Macher in Berlin die neuen Folgen vor. Darunter das Regie-Trio Tom Tykwer (61), Achim von Borries (57) und Henk Handloegten (58). Sie sind erneut eine Leistungsschau des deutschen Fernsehens. Aber definitiv auch das Ende der Serie, wie alle drei vor Ort betonten.

Die finale Staffel startet am 19. September 2026 im Ersten; online first ab 10. September 2026 in der ARD Mediathek

Die finale Staffel von „Babylon Berlin“ mit Liv Lisa Fries (35) und Volker Bruch (46) startet am 19. September 2026 im Ersten; online first ab 10. September 2026 in der ARD Mediathek

Foto: Frédéric Batier/X Filme Creative

Man wollte immer die Zeit erzählen, die Hitler (in der Serie eindringlich dargestellt von Clemens Schick, 54) möglich machte und den Weg bereitete. Die zwölf Jahre der Nazi-Diktatur seien hingegen schon ausreichend erzählt.

Eidinger warnt vor neuer Bedrohung

Lars Eidinger (50) ist von Beginn an dabei. Er spielt den fiktiven exzentrischen Großindustriellen und reichen Unternehmersohn Alfred Nyssen. Eidinger: „‚Babylon Berlin‘ führt vor, was der Nationalsozialismus und die Menschen, die in diesem System funktioniert haben, zerstört haben. Welche Vielfalt, Diversität, Intelligenz, Charme, Witz, Kultur, Liebe, Ekstase, Leidenschaft, Modernität, Experimentierfreude, Expressivität. Alles das, was wir versucht haben, uns über die Jahrzehnte nach Kriegsende mühsam zurückzuerobern, und was nun aufs Neue durch den Vormarsch rechtsextremer Mächte bedroht ist.“

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