
Für die Fußballerinnen von Double-Gewinner FK Austria Wien und Vizemeister SKN St. Pölten gab es heute Abend Erfolge im entscheidendes Duell um den Einzug ins Play-off der Women’s Champions League. Beide österreichischen Vertreter abolvierten ihre Finalpartien in den jeweiligen Vierer-Qualiturnieren. Die Austria setzte sich in Murska Sobota klar mit 5:0 (2:0) gegen Farul Constanta durch und erreichte damit ebenso die dritte Qualifikationsrunde wie die Niederösterreicherinnen, die zuhause Benfica Lissabon nach einem hochspannenden Spiel mit 5:2 (1:1, 0:0) nach Elfmeterschießen besiegten.

Austria legt früh den Grundstein zum Aufstieg
Die Wiener Austria darf weiter auf den erstmaligen Einzug in die Ligaphase der Frauen-Fußball-Champions-League hoffen. Der österreichische Double-Gewinner setzte sich am Samstag im Finale des Qualifikationsturniers in Murska Sobota deutlich mit 5:0 gegen Farul Constanta durch. Damit steht die Violettinnen ebenso in der dritten Qualifikationsrunde wie Vizemeister SKN St. Pölten.
Die Niederösterreicherinnen hatten gegen Sporting Lissabon wesentlich mehr zu investieren. Nach einem 1:1 nach Verlängerung fiel die Entscheidung vom Punkt, wo sich die Wölfinnen in der NV Arena mit 4:1 durchsetzten.
Die Wienerinnen erwischten erneut einen Auftakt nach Maß. Bereits in der zweiten Minute brachte Verena Hanshaw die Austria mit einem Schuss aus rund 18 Metern nach einer Ecke in Führung. Nur zwei Minuten später erhöhte Modesta Uka auf 2:0. Nach einem weiten Zuspiel von Yvonne Weilharter setzte sie den Ball flach ins lange Eck.
Anders als im Halbfinale gegen Hajduk Split, das die Austria am Mittwoch in Radenci knapp mit 3:2 gewonnen hatte, ließ die Mannschaft von Trainer Stefan Kenesei diesmal in weiterer Folge nichts mehr anbrennen. Nach dem Seitenwechsel wurde Louise Schöffel im Strafraum zu Fall gebracht. Uka trat zum Elfmeter an und verwandelte in der 61. Minute sicher zu ihrem Doppelpack.
Nur fünf Minuten später sorgte Elisa Pfattner mit einem präzisen Abschluss ins lange Eck für das 4:0. Den Schlusspunkt setzte Weilharter in der 75. Minute. Ihr Schuss wurde noch entscheidend abgefälscht, zudem unterlief Faruls Torfrau Lilian Awuor ein Fehler.
SKN St. Pölten beweist Nervenstärke vom Punkt
Deutlich umkämpfter verlief das Duell des SKN mit Sporting. St. Pölten hielt die Partie über weite Strecken offen, hatte gegen Ende der regulären Spielzeit allerdings einige brenzlige Situationen zu überstehen. Sporting verabsäumte es dabei, die Begegnung noch vor der Verlängerung zu entscheiden.
In dieser erwischten die Niederösterreicherinnen den besseren Start. Nachdem Alma Aagaard zunächst nur die Stange getroffen hatte, brachte Fanni Vago die Gastgeberinnen in der 94. Minute aus kurzer Distanz in Führung. Anschließend konzentrierten sich das Team von Trainer Laurent Fassotte zunehmend auf die Defensive. Sporting fand dadurch neuerlich ins Spiel und kam in der 112. Minute durch Telma Encarnacao zum Ausgleich. Die Portugiesin nutzte damit ihre vierte Gelegenheit zum Torerfolg.
In der Schlussphase der Verlängerung bewahrte Torfrau Carina Schlüter den SKN mit einer Parade vor einem weiteren Gegentreffer und rettete die Entscheidung ins Elfmeterschießen. Dort behielten die Niederösterreicherinnen die Nerven: Victoria Laino, Magdalena Rukavina, Fanni Vago und Kapitänin Jennifer Klein verwandelten ihre Versuche. Aufseiten von Sporting scheiterten Jeneva Gray an der Latte und Agata Pimenta an Schlüter.
Letzte Hürde vor der Ligaphase
In der dritten Qualifikationsrunde geht es für beide österreichischen Klubs nun um den letzten Schritt Richtung Ligaphase. Anders als bisher wird diese Runde mit Hin- und Rückspiel ausgetragen.
Die Auslosung findet am kommenden Dienstag um 13.00 Uhr in Nyon statt. Die Austria geht dabei über den Meisterweg und hat auf dem Papier die günstigere Ausgangslage. St. Pölten steht hingegen vor einer wesentlich schwierigeren Aufgabe: Für die Niederösterreicherinnen geht es um die fünfte Teilnahme an einer Gruppen- oder Ligaphase in Serie, wobei mögliche Gegner wie Real Madrid, Paris Saint-Germain oder der VfL Wolfsburg warten könnten.
Die beiden entscheidenden Spieltage sind für den 26. August und den 2. September angesetzt.
Fotocredit: ÖFB/Raimund Nics