Altersarmut in Bayern
„Es ist fatal“: TV-Star mit nachdenklichen Worten auf Nockherberg
Aktualisiert am 07.03.2026 – 14:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Schauspielerin Michaela May (Archivbild): Sie kämpft gegen Altersarmut. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON/imago)
Auf dem Nockherberg wird derbleckt und gefeiert. Aber: Eine Prominente spricht mit t-online auf dem roten Teppich auch über ein ernstes Thema, das insbesondere München trifft.
Jahr für Jahr treffen sich Prominente und Politiker auf dem Nockherberg. Die Starkbierprobe ist bekannt dafür, dass der Fastenprediger mit der Landespolitik und der Kommunalpolitik abrechnet. In diesem Jahr hat Kabarettist Stephan Zinner zu einem Rundumschlag ausgeholt – Söders Bart, Trump und die Energiepolitik hat er angerissen.
Nicht aber das Thema Altersarmut. Ein Thema, das Schauspielerin Michaela May schon lange beschäftigt, wie sie der Münchner Lokalredaktion von t-online auf dem roten Teppich am Nockherberg sagte. „Es ist wirklich fatal, dass in so einem reichen Bundesland wie Bayern und in so einer reichen Stadt wie München Altersarmut ein ganz großes Thema ist“, sagte May, nach ihrem Engagement gegen Altersarmut gefragt.
Auch viele Schauspieler seien davon betroffen, sagte die 73-Jährige und weiter: „Und so geht es ganz schnell, dass man die Miete nicht zahlen kann und abrutscht. Da kommt man nur ganz schwer wieder raus.“
In München, der Stadt mit den teuersten Mieten in Deutschland, sei das Problem umso größer. Aus Mays Sicht sei für Rentner, die unter den hohen Mieten leiden, auch der Umzug aufs Land keine Option. Es gehe um Leute, die „hier verwurzelt sind und ihr Leben in München verbracht haben“, sagte sie. Man könne Rentner nicht einfach verpflanzen.
Vielmehr sieht May die Politik in der Pflicht. „Für Leute, die ihr Leben lang gearbeitet haben, aber mit ihrer Rente die Miete nicht zahlen können, muss ein Ersatz geschaffen werden“, forderte May im Gespräch mit t-online weiter. Ihrer Meinung nach sollten die Sozialversicherungen einspringen, sodass auch Menschen, die weniger verdient hätten, im Alter nicht in die Armut rutschen.
