Einst beim Tierheim „Arche Noah“ untergebracht, wird Schäferhund von einer Grazer Familie aufgenommen. Doch dort büxt „Bud“ aus – um drei Tage später allein zur Arche Noah zurückzukehren.
Wie genau er die Distanz zwischen seinem „Probezuhause“ im Bezirk Jakomini und dem vertrauten Tierheim am Neufeldweg zurückgelegt hat, ist nicht bekannt – und momentan auch nebensächlich: Zu sehr sind Beteiligte schlicht froh und darüber erfreut, dass der in Graz vermisste Hund „Bud“ nach drei Tagen plötzlich wieder aufgetaucht ist. Selbstständig bei jenem Tierheim „Arche Noah“, in dem er zuvor lange untergebracht war.
„Bud wird nun wieder in der Arche Noah versorgt. Für ihn soll in Ruhe beurteilt werden, welches Umfeld langfristig am besten geeignet ist“, heißt es am Montag seitens des Tierheims. Mit jener Grazer Familie, die den Schäferhund-Mischling aufnehmen wollte und sich sehr um ihn bemüht hatte, werde man jedenfalls in Kontakt bleiben.
© Arche NoahDer schreckhafte Rüde bleibt vorerst im Tierheim„Schwierige Vorgeschichte“
„Bud hatte bereits eine schwierige Vorgeschichte“, weiß man bei der Arche Noah. Er stamme aus einer „Vermehrerzucht“ im Ausland, „wo er unter widrigsten Bedingungen gehalten wurde“. Im Grazer Tierheim habe er schließlich mehrere Monate verbracht – und sich offenbar ziemlich wohl gefühlt: Denn nun kehrte er selbstständig in die Einrichtung am Neufeldweg zurück. Dabei war der schreckhafte Rüde vor rund eineinhalb Wochen im Rahmen eines „Probewohnens“ zu einer Familie in Graz-Jakomini gezogen. „Dort hatte er bereits erste Fortschritte gemacht. Dann erschreckte ihn ein plötzliches lautes Geräusch in der Wohnung und Bud entwischte durch ein Fenster ins Freie“, heißt es am Montag.
Drei Nächte blieb Bud verschwunden. Umso größer war die Überraschung am Montagmorgen, als die Tierpfleger ihn plötzlich im hinteren Bereich der Arche Noah entdeckten.
— Stellungnahme des erfreuten Tierheim-Teams
Wichtiger Nachsatz: „Dass ein Hund in einer Schrecksituation entkommt, kann auch sehr verantwortungsvollen und erfahrenen Haltern passieren. Die Familie reagierte sofort, verständigte unter anderem Polizei und Feuerwehr und suchte in den folgenden Tagen intensiv nach Bud. Auch Mitarbeiter der Arche Noah waren laufend unterwegs.“
Vorerst ohne Erfolg, drei Tage und drei Nächte lang. Ehe „Bud“ dann plötzlich wieder auftauchte – bei der ziemlich weit entfernten Arche Noah.
