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Markus Bauer
Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.

Wer in den vergangenen Monaten Steam-Hardware in Europa bestellt hat, sollte aktuell besonders vorsichtig mit E-Mails und SMS umgehen. Valve informiert betroffene Kunden über einen Cyberangriff auf seinen europäischen Versandpartner CEVA Logistics. Dabei könnten persönliche Daten wie Namen, Adressen und Telefonnummern in die Hände der Angreifer gelangt sein.

Der Angriff fand laut einer von Valve verschickten Kundeninformation zwischen dem 29. Juli und 01. August 2026 statt. Valve selbst erfuhr demnach am 07. August davon und begann am heutigen 10. August, möglicherweise betroffene Kunden zu informieren. CEVA übernimmt in Europa den Versand physischer Steam-Produkte. Dazu gehören auch Valves aktuelle Hardware-Geräte wie Steam Deck, Steam Controller und Steam Machine.

Diese Daten könnten gestohlen worden sein

CEVA erhält von Valve jene Informationen, die für die Zustellung einer Bestellung notwendig sind. Genau diese Daten könnten beim Angriff abgeflossen sein.

Betroffen sein können:

Name
Straße und Hausnummer
Postleitzahl und Wohnort
Land
Telefonnummer
E-Mail-Adresse
Art und Preis der bestellten Steam-Hardware

Besonders unangenehm: Bei der hinterlegten E-Mail-Adresse kann es sich auch um dieselbe Adresse handeln, die für den eigenen Steam-Account verwendet wird. CEVA speichert die Versandinformationen laut Valve bis zu 90 Tage nach einer Bestellung. Deshalb informiert Valve vorsorglich alle Kunden, deren Daten während des betroffenen Zeitraums noch beim Logistikunternehmen gespeichert gewesen sein könnten.

Wer sich zuletzt einen neuen Steam Controller gesichert hat, könnte damit ebenfalls betroffen sein. Das Gerät war nach seinem Verkaufsstart Anfang Mai schnell vergriffen.

Steam-Passwörter und Zahlungsdaten sind nicht betroffen

Zumindest an dieser Stelle gibt Valve Entwarnung. CEVA hatte keinen Zugriff auf Steam-Passwörter, Steam-Guard-Codes oder Zahlungsinformationen. Auch andere Käufe und weitere Daten aus dem Steam-Account sollen von dem Angriff nicht betroffen sein. Valve empfiehlt deshalb keinen Passwortwechsel aufgrund dieses Vorfalls. Das eigentliche Steam-System wurde nach aktuellem Stand nicht kompromittiert.

Das macht den Datenverlust allerdings nicht harmlos. Mit Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und sogar dem gekauften Produkt besitzen Betrüger ziemlich gutes Material für überzeugende Phishing-Nachrichten.

Genau davor warnt das Unternehmen seine Kunden. In den kommenden Tagen könnten gefälschte Nachrichten per E-Mail, SMS oder sogar Telefon auftauchen. Betrüger könnten sich dabei als Valve, Steam oder Versandunternehmen ausgeben. Denkbar wäre beispielsweise eine Nachricht, die das tatsächlich bestellte Produkt und die korrekte Adresse nennt und anschließend eine kleine Nachzahlung für Zoll, erneute Zustellung oder Lieferkosten verlangt. Genau solche Nachrichten sollen Betroffene laut Valve grundsätzlich als Fälschung betrachten.

Valve weist außerdem darauf hin, dass Probleme mit Steam-Accounts ausschließlich über den offiziellen Steam-Support abgewickelt werden. Account-Probleme werden nicht plötzlich per Discord, Steam-Chat oder einer E-Mail mit Zahlungslink gelöst.

Cyberangriff traf mehrere CEVA-Lager in Europa

Der Vorfall betrifft nicht nur Valve. Laut Berichten traf der Cyberangriff insgesamt acht CEVA-Logistikzentren in Europa. Auch Kunden anderer Händler könnten betroffen sein. Das Unternehmen betreibt weltweit mehr als 1.000 Lagerhäuser. CEVA hat die betroffenen Systeme laut Valve isoliert und externe Sicherheitsexperten eingeschaltet. Gleichzeitig informiert Valve die zuständigen Datenschutzbehörden in den betroffenen Ländern. Wie viele Steam-Kunden letztlich betroffen sind, ist derzeit noch nicht bekannt.

Für Steam-Nutzer gilt deshalb vor allem: Keine Panik, aber Augen auf. Dein Steam-Konto selbst wurde nach aktuellem Stand nicht gehackt. Wer kürzlich Steam-Hardware bestellt hat, sollte allerdings jede angebliche Liefernachricht doppelt prüfen. Wenn der Absender plötzlich fünf Euro für eine erneute Zustellung verlangt, ist das Paket vermutlich nicht das eigentliche Problem.


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