
Tim Rantzau
Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Für Xbox-Spieler in Australien ändert sich noch im August einiges. Microsoft führt eine verpflichtende Altersprüfung für bestimmte Inhalte ein. Betroffen sind vor allem Spiele und Apps mit einer R18+-Einstufung. Wer sein Alter nicht bestätigt, kann solche Inhalte künftig möglicherweise nicht mehr über den Microsoft Store oder Xbox Store kaufen oder aufrufen.
Die neue Regelung betrifft sowohl Xbox-Konsolen als auch Windows-PCs und wird laut Microsoft ab Ende August 2026 schrittweise umgesetzt.
Mehrere Möglichkeiten zur Altersbestätigung
Microsoft setzt dabei nicht ausschließlich auf einen klassischen Ausweis. Spieler sollen zwischen mehreren Methoden wählen können. Für die Altersprüfung arbeitet Microsoft unter anderem mit den Anbietern Yoti und Verifymy zusammen. Je nach verfügbarer Methode können Nutzer ihr Alter beispielsweise über eine E-Mail-Bestätigung, eine Gesichtsaltersschätzung, ein offizielles Dokument oder eine Kreditkarte bestätigen.
Damit möchte Microsoft für Xbox verschiedene Möglichkeiten anbieten, ohne dass jeder Nutzer zwingend einen Personalausweis oder Reisepass hochladen muss.
Bereits gekaufte Spiele bleiben erhalten
Eine wichtige Ausnahme gibt es für Spiele, die bereits im Besitz eines Nutzers sind. Laut den Informationen von Microsoft soll die neue Altersprüfung nicht dazu führen, dass bereits gekaufte Inhalte automatisch verschwinden.
Wer ein entsprechendes Spiel bereits besitzt, soll es weiterhin nutzen können. Die Einschränkungen betreffen insbesondere den Kauf und Zugriff auf R18+-Inhalte, wenn das Alter nicht bestätigt wurde. Für neue Spiele mit einer entsprechenden Altersfreigabe kann die Prüfung dagegen notwendig werden.
Hintergrund sind australische Vorschriften
Microsoft führt die Änderung nicht freiwillig ein, sondern begründet sie mit den gesetzlichen Vorgaben in Australien. Das Unternehmen erklärt ausdrücklich, dass die neuen Maßnahmen dazu dienen, die dortigen Regelungen einzuhalten.
Australien hat in den vergangenen Jahren die Anforderungen an den Jugendschutz im Internet deutlich verschärft. Davon sind inzwischen auch digitale Plattformen und Stores betroffen. Für Microsoft bedeutet das, dass die Alterskontrolle stärker direkt in die eigenen Dienste integriert werden muss.
Auch andere Spiele könnten betroffen sein
Die Regelung ist vor allem für Fans von Spielen mit einer hohen Altersfreigabe relevant. Dazu gehören beispielsweise besonders brutale Actionspiele oder Titel mit expliziten Inhalten.
Gerade mit Blick auf kommende Blockbuster wie GTA 6 dürfte die Entwicklung interessant werden. Das Spiel soll in Australien ebenfalls eine hohe Altersfreigabe erhalten und könnte damit zu einem prominenten Beispiel für die neuen Kontrollmechanismen werden.
Für australische Xbox-Spieler heißt es deshalb ab Ende August: Wer uneingeschränkten Zugriff auf Spiele ab 18 behalten möchte, muss sein Alter gegenüber Microsoft bestätigen.
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