
Tim Rantzau
Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Eigentlich sollte der Steam-Release von The Division Resurgence eine gute Nachricht für PC-Spieler sein. Seit dem 5. August ist Ubisofts kostenloser Loot-Shooter auch auf Valves Plattform verfügbar. Die ersten Tage laufen allerdings ziemlich holprig: Auf Steam fällt die Bewertung des Spiels aktuell nur „Ausgeglichen“ aus.
Rund 46 Prozent der Bewertungen sind positiv. Für ein Spiel aus einer bekannten Reihe wie The Division ist das ein ziemlich schwacher Start.
Spieler kritisieren mehr als nur einen Punkt
Die negativen Bewertungen richten sich dabei nicht gegen eine einzelne Kleinigkeit. Viele Spieler beschweren sich über technische Probleme, eine umständliche Benutzeroberfläche und Schwierigkeiten beim Einloggen.
Auch die Maussteuerung sorgt bei einigen PC-Spielern für Frust. Dazu kommen Beschwerden über das Loot-System und die allgemeine Progression. Besonders häufig fällt allerdings ein anderes Thema: Mikrotransaktionen.
Zu viel Shop, zu wenig Division?
Ein Teil der Community hat den Eindruck, dass The Division Resurgence seine Mobile-Herkunft zu deutlich zeigt. Zwar steckt grundsätzlich das bekannte Division-Spielprinzip mit Schießen, Loot und Charakterentwicklung darin, gleichzeitig wird der Spielfortschritt an mehreren Stellen von Systemen begleitet, die Spieler aus Free-to-Play-Mobilegames kennen.

The Division Resurgence – Bild: Ubisoft
Dazu gehören unter anderem verschiedene Kaufoptionen und Einschränkungen beim Fortschritt. Einige Steam-Nutzer vergleichen das Spiel deshalb sogar mit einem Gacha-Spiel. Das kommt bei einem Teil der PC-Community erwartungsgemäß nicht besonders gut an.
Ein Review-Bombing?
Ob man tatsächlich von einem klassischen Review-Bombing sprechen kann, ist allerdings eine andere Frage. Viele der negativen Bewertungen beziehen sich direkt auf Probleme mit dem Spiel selbst. Es handelt sich also nicht ausschließlich um eine organisierte Protestaktion gegen Ubisoft.
Gleichzeitig gibt es auch positive Stimmen. Einige Spieler loben die bekannten Third-Person-Schießereien, die offene Spielwelt und die Tatsache, dass The Division Resurgence grundsätzlich kostenlos spielbar ist.
Ubisoft muss jetzt reagieren
Für Ubisoft ist der Steam-Start trotzdem ein Warnsignal. The Division Resurgence hat zwar bereits eine längere Geschichte hinter sich und erschien ursprünglich auf Smartphones, auf dem PC werden die Ansprüche der Spieler aber deutlich höher sein.
Wenn Ubisoft die technischen Probleme behebt und gleichzeitig bei Benutzeroberfläche, Progression und Monetarisierung nachbessert, könnte sich die Stimmung noch drehen.
Hier geht es zu unserer Game Review von The Division 2.
Hast du einen Fehler entdeckt oder weitere Infos zu diesem Artikel? Dann schick uns gerne dein
Feedback
!