Zumeist ist die Stadtarchäologie ab der Planung in ein Bauprojekt eingebunden. Das ist notwendig, damit abgeschätzt werden kann, wie viele Archäologinnen und Archäologen für ein Projekt zur Stelle sein müssen. Außerdem muss abgeschätzt werden, wie viel Zeit eine archäologische Begutachtung bei potenziellen Funden in Anspruch nehmen würde. Dabei, versichert die Leiterin der Stadtarchäologie, sei man darum bemüht, sich möglichst fließend in den Bauablauf einzufügen. Letztlich wird noch berücksichtigt, was im Nachhinein – nach Fortsetzung der Bauarbeiten – geleistet werden kann. Jede Grabung und jeder Fund sind ein Puzzleteil, das zur Fertigstellung des Gesamtbildes beiträgt. „Ein grobes Gesamtbild des römischen Legionslagers bestehe im archäologischen Sinne bereits. Was fehlt, sind die Details“, sagt Kristina Adler-Wölfl. Beispielsweise über innere Ausstattung und Ausmaß. Obwohl durchaus auch mittelalterliche Artefakte entdeckt und dokumentiert werden, liegt der Fokus auf den römischen Funden.