Der SK Sturm spielt nach der 0:1-Niederlage gegen Fenerbahce in der Europa League. Fabio Ingolitsch ist mit der Leistung gegen die Türken zufrieden.
Lange ließ der SK Sturm die Hoffnung der Fans auf den Einzug ins Play-off der Champions-League-Qualifikation leben. Die Grazer lieferten im Liebenauer Hexenkessel nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel eine starke Leistung gegen Fenerbahce, das 1:0 lag förmlich in der Luft. Schließlich setzte es durch ein Elfmetertor von Anderson Talisca in der 66. Minute aber eine 0:1-Niederlage. „Wir haben versucht das Tor zu erzwingen und hatten in der ersten Hälfte viele gute Phasen. In der zweiten Hälfte hatten wir zudem gutes Momentum, wo das Tor in der Luft lag“, analysierte Trainer Fabio Ingolitsch nach dem Spiel.
Die Änderungen in den Aufstellungen, unter anderem startete im Sturm Axel Kayombo für Szymon Wlodarczyk, machten sich bezahlt. Oft fehlte es aber am letzten Pass (Seedy Jatta und Kayombo kurz nach der Pause) oder am Abschluss, als Belmin Beganovic völlig freistehend an Fenerbahce-Goalie Mert Günok scheiterte. „Wir haben alles versucht, also geht es nicht um fehlende Entschlossenheit. Fußball ist ein Stück weit Zufall. Manchmal fällt der Ball eher zu dir, manchmal zum Gegner. Wir haben viele Momente kreiert, wo man sich dann denkt, wieso der nicht reingeht. Nennen wir es Zufall, nennen wir es Spielglück. Ich hätte gerne die Schlussphase mit dem Tor im Rücken gesehen“, haderte Ingolitsch.
Das fehlende letzte Etwas in der Offensive und eine Unaufmerksamkeit in der Defensive beim Elfmeterfoul von Petar Petrovic an Talisca entschieden das Spiel. „Fenerbahce macht aus sehr wenig sehr viel. Wir haben nicht viel zugelassen über zweimal 90 Minuten. Da sieht man dann ihre Qualität“, sagte Ingolitsch.
Damit ist fix, dass es für den SK Sturm in der Europa-League-Ligaphase weitergehen wird. Fenerbahce trifft ab kommender Woche im Champions-League-Play-off auf den französischen Topklub Lyon. „Es tut im ersten Moment weh. Wir haben gewusst, dass die Chancen nicht allzu groß sein werden und das erste Tor entscheiden wird“, erklärte Ingolitsch. Dennoch freut sich der 34-jährige Trainer bereits auf die europäischen Nächte im Herbst: „Wir als Verein passen gut in die Europa League. Wenn ich eines aus meiner Erziehung mitbekommen habe, dann ist es Bodenständigkeit. Fenerbahce ist der Verein, der potenziell in die Champions League gehört. Wenn es einen Sahnetag gibt, dann kann man natürlich so eine Mannschaft schlagen, aber am Ende des Tages muss man das realistisch sehen.“ Für sein Team hatte er somit nur positive Worte übrig: „Wir haben alles gegeben. Jeder Spieler hat sich von seiner besten Seite gezeigt.“