Newsblog zum Krieg in Nahost

US-Helikopter beschießt Tanker im Golf von Oman

Von C. Siemer, F. Michalski, M. Küper, S. Cleven, M. Stoffers, C. Cöln, J. Hartung, M. Kloft, A. Janzen, T. Wanhoff, J. Fischer, M. Lattemann

Aktualisiert am 11.08.2026 – 21:55 UhrLesedauer: 25 Min.

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Kampfhubschrauber der US-Armee vom Typ MH-60: Damit griff die US-Armee ein Schiff an, das einen iranischen Hafen ansteuerte. (Quelle: IMAGO/Ssgt. Alexander Cook/U.S. Air)

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Die US-Armee setzt ihre Seeblockade gegen Iran fort. Zwischen Israel und Libanon soll es neue Gespräche geben. Alle Entwicklungen im Newsblog.

US-Helikopter beschießt Tanker in Golf von Oman

Das US-Militär hat einen Tanker bei dem Versuch beschossen, die amerikanische Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen. Ein Helikopter des Typs MH-60 habe zwei Hellfire-Raketen auf das unter panamaischer Flagge fahrende Frachtschiff „M/V Vela Nova“ gefeuert, als es auf einen iranischen Hafen zusteuern wollte, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. Zuvor habe die Besatzung „wiederholte Warnungen“ ignoriert.

Zunächst war unklar, ob bei dem Vorfall Menschen verletzt oder getötet wurden. Zuvor hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) von einem Zwischenfall im Golf von Oman berichtet. Dabei seien ein Containerschiff und Streitkräfte ohne Nennung eines Landes involviert, hieß es.

Die USA blockieren seit Mitte Juli wieder iranische Häfen und Küstengebiete. Ziel der Blockade ist es unter anderem, Teheran Einnahmen aus dem Ölexport zu verwehren. Schiffen wird nicht erlaubt, iranische Häfen anzusteuern oder von dort abzulegen. In der Folge war es immer wieder zu Beschuss von Schiffen gekommen, auch wurden Tanker zu einer Kursänderung gedrängt.

US-Vertreter verkündet neue Libanongespräche

In der italienischen Hauptstadt Rom wird es im September eine neue Gesprächsrunde in den Verhandlungen über ein Friedensabkommen zwischen Israel und dem Libanon geben. „Die politischen Vertreter werden Anfang September im Rom zusammenkommen – bis dahin werden die Gespräche in Beirut, Jerusalem und Washington fortgesetzt“, erklärte ein Vertreter des US-Außenministeriums am Dienstag. Die US-Regierung sei „zuversichtlich, was den weiteren Verlauf angeht“.

urn:newsml:dpa.com:20090101:260804-99-247499Vergrößern des BildesEine Autokolonne trifft an der US-Botschaft in Rom ein: Dort sollen die Gespräche zwischen Libanon und Israel geführt werden. (Quelle: Uncredited)

Israel und der Libanon hatten sich im Juni unter US-Vermittlung auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, einen schrittweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanon und zugleich die Entsendung der libanesischen Armee in die Region vorsieht. Dies sollte zunächst in zwei „Pilotzonen“ erfolgen, später sollten weitere Gebiete hinzukommen. Vergangene Woche wurde in Rom die siebte Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon abgehalten.

Der US-Diplomat verwies nun darauf, dass erste Schritte bereits ergriffen worden seien. Demnach sei die libanesische Armee bereits in den ersten Pilotzonen aktiv, „und die Arbeitsgruppen haben ihre Formulierungen, Karten und Verfahren aufeinander abgestimmt“. Als nächstes werde die libanesische Regierung „detaillierte Fahrpläne für die Sicherung neuer Gebiete vorlegen“. Während die libanesische Regierung mit Israel verhandelt, lehnt die pro-iranische Hisbollah alle Gespräche ab und weigert sich, ihre Waffen abzugeben.