Dafür musste Makashi sich jetzt um eine grundsätzliche Frage kümmern: Wo soll das Konzert stattfinden? Albaniens größtes Fußballstadion ist zu klein für Kanyes 12 Meter hohen und 26 Meter breiten Globus. Also scrollte sich Makashi durch den Satellitenmodus auf Google Maps, auf der Suche nach einer Fläche von mindestens 40.000 Quadratmetern.
So stieß er auf Mark Luli, einen Bauunternehmer, dessen Mercedes-Limousine an diesem Freitag Ende Mai auf die staubige Baustelle rollt. Er steigt aus, mit grüner Herrenhandtasche. Demnächst will er hier Apartmentblocks errichten. Dafür hätte er sowieso Müll und Büsche entsorgen müssen. Makashi hat ihn überzeugt, ein paar Monate früher anzufangen. Das Stadion wird nach dem Konzert bald wieder abgebaut. Luli sagt, er planiere den Boden »pro bono«, denn er sei »ein albanischer Patriot«. Auch Miete muss Makashi keine bezahlen. »Ich glaube an Gott«, sagt Makashi. »Solche Dinge passieren nicht einfach so.«