
Freud und Leid lagen bei den Rodlerinnen in Altenberg genau sechs Tausendstelsekunden auseinandern. Am Ende durften aber alle Deutschen jubeln. Die eine über den Tagessieg und die andere über den Gesamtweltcup.
Merle Fräbel hat den letzten Weltcup des Winters am Sonntag (08.03.2026) in Altenberg gewonnen, den erstmaligen Triumph im Gesamtweltcup aber minimal verpasst. Über diesen durfte sich zum insgesamt sechsten Mal und zum fünften Mal in Folge Julia Taubitz freuen. Vier Punkte lag die Doppel-Olympiasiegerin in der Endabrechnung vorne.
Pfeil rechts
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„Es war atemberaubend. Das es bis zum letzten Meter so spannend ist, ist nichts mehr für mein schwaches Herz“, so die sichtlich ergriffene Taubitz im ZDF. Während im Hintergrund Freunde und Familie ihren Namen riefen, musste sie die Tränen zurückhalten: „Das ist einfach nur unglaublich schön!“
Ein Wimpernschlag entscheidet
Die Voraussetzungen vor dem Finaldurchgang des auf zwei Tage gestreckte Wettkampfes im Erzgebirge waren klar: Fräbel musste nach Platz zwei zur Halbzeit auf die eins vorfahren und mindestens eine Konkurrentin zwischen sich und Taubitz bringen.
Taubitz legte als Dritte des ersten Durchgangs vor und lieferte die neue Bestzeit. Fräbel aber konterte mit Bahnrekord von 51,754 Sekunden und musste nun hoffen, dass die Halbzeitführende Kendija Aparjode schnell aber nicht zu schnell war.
Bei der vorletzten Zwischenzeit sah es so aus, als dürfte Fräbel sich über den Gesamtweltcup freuen, doch die Lettin verlor weitere Zeit und lag im Ziel schließlich 0,006 Sekunden hinter Taubitz auf Rang drei. Damit ging der Gesamtsieg an die Sächsin.