Polizei ermittelt nach tödlichem Unfall auf Firmengelände bei Graz. Anwesende Freunde werden noch einmal einvernommen. Feuerwehr sagt Fest nach weiterer Unfalltragödie ab.

Seine Eltern, die Schwester, Verwandte und Freunde – sie alle trauern um einen 17-jährigen Grazer. Der Jugendliche ist eine Woche nach einem Unfall mit seinem Motorrad an den Folgen seiner schweren Kopfverletzungen verstorben, wie der Kleinen Zeitung von der Landespolizeidirektion bestätigt wurde.

Was an jenem Freitagabend, dem 31. Juli, auf einem Firmengelände südlich von Graz tatsächlich passiert ist, beschäftigt aber die örtliche Polizeidienststelle noch weiter. Mehrere Jugendliche hatten sich dort – offenbar nicht zum ersten Mal – getroffen, um mit ihren Motorrädern auf dem weitläufigen Areal herumzufahren. Gegen 21 Uhr kam es zum folgenschweren Unglück: Der 17-Jährige prallte mit voller Wucht gegen eine Schrankenanlage, stürzte und blieb regungslos am Boden liegen. Das alarmierte Rettungsteam des Roten Kreuzes versorgte den Burschen, mit schwersten Kopfverletzungen wurde er ins LKH-Uniklinikum Graz gebracht. Dort ist er in der Vorwoche verstorben.

Anwesende Jugendliche standen unter Schock

Weil die anwesenden Jugendlichen laut Polizeibericht „augenscheinlich unter Schock“ standen, konnten sie zunächst keine Angaben zum genauen Unfallhergang machen. Bei weiteren Befragungen gab es teils widersprüchliche Aussagen, möglicherweise wollten sich die Beteiligten gegenseitig in Schutz nehmen. Nach dem tragischen Ausgang des Unfalls sollen die Zeugen jetzt noch einmal auf die Polizeiinspektion geladen werden, um ihre ursprünglichen Angaben zu ergänzen.

Feuerwehr trauert um tödlich verunglückten Kameraden

Nur wenige Tage nach dem Unfall des 17-Jährigen südlich von Graz ist auch in der Weststeiermark ein Jugendlicher bei einem Unfall ums Leben gekommen. Der 16-Jährige aus Ligist war mit seinem Kleinmotorrad von einer Gemeindestraße in Steinberg abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Wiederbelebungsmaßnahmen durch Ersthelfer, Rotkreuz-Notfallsanitäter und eine Notärztin verliefen ohne Erfolg. Der 16-jährige Florian war selbst Mitglied der Feuerwehr Stallhofen. Diese hat deshalb ihren für den 30. August geplanten Frühschoppen abgesagt. „Unsere Gedanken sind bei seinen Eltern, seinen Verwandten und Freunden, die dieser Tage durch schwere Stunden gehen müssen“, schreibt die Feuerwehr auf Social Media.

Nach vorläufigen Zahlen sind in der Steiermark seit Jahresbeginn damit schon 13 Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2025 betrug die Zahl der in der Steiermark getöteten Motorradfahrer 16.