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Das Weiße Haus versucht einmal mehr, Taylor Swift zu provozieren.
Am Mittwoch veröffentlichte der offizielle TikTok-Account des Weißen Hauses ein neues Video, in dem Donald Trump jovial die Hände schüttelt – unterlegt mit Swifts 2021er Vault-Track „I Bet You Think About Me“. „We know you think about us“, lautete die Caption in Anspielung auf den Songtext. Wenige Stunden später wurde der Track still und leise stummgeschaltet und aus dem Video entfernt – in anderen Clips und als Sound auf TikTok ist er weiterhin verfügbar.
Es ist das jüngste Kapitel in einer anhaltenden Provokationskampagne gegen den Popstar. Nur wenige Tage zuvor, am 8. August, hatte Swift ihren Song „August“ aus einem Post des Team-Trump-TikTok-Accounts entfernen lassen, der offiziellen Wahlkampfseite Trumps. „I’m sure Taylor Swift is going to be super excited we used her song“, hieß es dort in der Caption. Nachdem Swift „August“ entfernt hatte, ließ sie auch weitere Songs stummschalten, die in früheren Videos des Team-Trump-Accounts aus dem vergangenen Herbst zu hören gewesen waren.
Propaganda und Rage-Bait
Seit Trump in seiner zweiten Amtszeit ins Weiße Haus eingezogen ist, nutzen er und seine Administration Social Media als zentrales Kommunikationsinstrument. Die propagandaartigen, auf Empörung ausgelegten Clips bedienen sich gezielt der Internetkultur und setzen populäre Musik ein, um Trumps fragwürdigste Maßnahmen – etwa seine Einwanderungs- und Außenpolitik – zu verharmlosen. Die Videos, in denen Swifts Songs zum Einsatz kamen, stellten dabei ausschließlich den Präsidenten und seine Frau in einem positiven Licht dar.
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Bemerkenswert: Swift hat bislang kein Statement zu den Song-Entfernungen abgegeben – anders als Bad Bunny, der kürzlich mit demselben Problem konfrontiert war, als das Weiße Haus seinen Track „La Mudanza“ in einem besonders taktlosen Video verwendete. Einige Tage später wurde der Song in genau diesem Video ohne Kommentar des puerto-ricanischen Superstars stummgeschaltet. Seitdem haben Trump-nahe Social-Media-Accounts keinen weiteren Versuch unternommen, seine Musik zu verwenden.