
Der Gesamtscore fiel mit 6:1 deutlich aus, mit der Leistung im Rückspiel gegen Paide Linnameeskond waren die Protagonisten des SK Rapid trotz des 2:0-Heimsieges jedoch nicht gänzlich zufrieden. Gleich neun frische Kräfte hatte Cheftrainer Johannes Hoff Thorup im Vergleich zum jünsten Ligaspiel gegen Ried aufgeboten, richtig „aufdrängen“ konnten sich nur wenige.

Hoff Thorup wollte mehr Tempo im Angriffsdrittel sehen
Vor allem im Angriffsdrittel fehlte dem Rapid-Coach das nötige Tempo und die Qualität. „Ich habe auf ein bisschen mehr Tempo und mehr Qualität im Angriffsdrittel gehofft“, erklärte Hoff Thorup.
Defensiv habe seine Mannschaft hingegen kaum etwas zugelassen. Bis auf eine Chance seien die Esten seiner Mannschaft „so gut wie nie“ gefährlich geworden. „Wir haben nicht gewackelt“, befand der Trainer. Dass ihm die Leistung dennoch nicht in allen Bereichen gefiel, machte er bereits in der Halbzeitpause gegenüber seinen Spielern deutlich.
Auch bei den Spielern des SK Rapid überwog trotz des Weiterkommens nicht die Euphorie. Torschütze Marco Tilio zeigte sich erleichtert über seinen Treffer, war von der aufgehobenen Abseitsentscheidung vor seinem Treffer zum 1:0 allerdings selbst überrascht. Insgesamt sah er einen guten Start, betonte aber ebenfalls, dass noch Luft nach oben besteht. Persönlich fühlt sich der Australier nach einer guten Vorbereitung immer besser: „Ich komme langsam dorthin, wo ich mich haben will.“
Schaub mit der Leistung „nicht zufrieden“
Noch deutlicher fiel die Analyse von Louis Schaub aus. Der zweite Rapid-Torschütze wollte den Erfolg zwar nicht kleinreden, mit der Leistung über 90 Minuten konnte er sich aber nicht anfreunden. „Eine Runde weiter, das ist positiv, aber mit der Leistung können wir nicht zufrieden sein“, sagte Schaub. Rapid müsse sich steigern, um auch die kommenden Aufgaben erfolgreich zu bewältigen.
Gleichzeitig sieht Schaub im bislang erfolgreichen Saisonstart einen wichtigen Faktor. Die sieben Siege würden der Mannschaft Selbstvertrauen geben, zu früh zufrieden dürfe man sich damit aber nicht geben.
„Man muss die Spiele am Ende trotzdem erst einmal gewinnen“, betonte der Offensivspieler.
Siehe auch:
SK Rapid gewinnt auch das Rückspiel gegen Paide Linnameeskond
Foto: Fotocredit: LBP Media / Lukas Biereder