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Influencer und Vlogger im Fußball-Stadion – ein Reizthema, das in den vergangenen Monaten immer hitziger diskutiert wird. Jetzt zieht der erste deutsche Profi-Verein die Reißleine: Zweitligist Dynamo Dresden sperrt sogenannte Vlogger aus!
Gemeint sind damit Personen, die mit Videos den Besuch eines Fußballspiels dokumentieren und anschließend über soziale Netzwerke oder Videoplattformen veröffentlichen.
Vloggen? Nicht bei Dynamo Dresden
Unter der Überschrift „Vloggen? Nicht bei Dynamo“ veröffentlichte der Verein ein gemeinsam mit Ultras und Fanvertretern verfasstes Statement. Darin heißt es unter anderem: „Das Filmen von Spielszenen und Stadionbesuchen mit dem Ziel einer kommerziellen Verwertung ist gemäß Stadionordnung nicht gestattet. Dieses Verbot dient insbesondere dem Schutz der Medien- und Verwertungsrechte unserer TV-Partner sowie der Rechte der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden. Werden Inhalte monetarisiert, profitieren davon in erster Linie die jeweiligen Ersteller, während unser Verein dabei leer ausgeht.“
Ein entsprechender Passus in der Stadionordnung verbietet es jetzt Influencern, Content-Creatoren Vloggern oder Streamern, die es mit ihren Beiträgen auf Reichweite abgesehen haben und damit Geld verdienen wollen, ohne vorherige Genehmigung im Stadion Aufnahmen zu machen. Dynamo Dresden will das Verbot künftig nicht nur kontrollieren, sondern auch durchsetzen.

Der sächsische Zweitligist verkündet auf seiner Homepage, dass Vlogger und Influencer im Harbig-Stadion nicht mehr geduldet sind
Foto: DYNAMO DRESDEN
Weiter heißt es: „Neben diesen rechtlichen Aspekten liegt uns jedoch vor allem ein anderes Anliegen am Herzen: Wir möchten dazu beitragen, dass sich alle Besucherinnen und Besucher im Stadion wohlfühlen und das Spiel gemeinsam erleben können. Viele Fans wünschen sich, ihr Stadionerlebnis ohne dauerhafte Kameras oder Aufnahmen in unmittelbarer Umgebung genießen zu können. Rücksichtnahme und gegenseitiger Respekt sind daher wichtige Voraussetzungen für eine positive Atmosphäre auf den Rängen.“
Private Fotos und Videos weiter erlaubt
Von der Maßnahme sind Fotos und Videos, die für den privaten Gebrauch – quasi als Erinnerung – gedacht werden, ausdrücklich ausgeschlossen: „Das Festhalten persönlicher Momente für den privaten Gebrauch ist selbstverständlich weiterhin möglich. Wir bitten allerdings insbesondere in den Blöcken K1 bis K5 darum, die geltenden K-Block-Regeln zu beachten und sensibel sowie verantwortungsvoll mit Smartphones und Kameras umzugehen.“
Gut möglich, dass jetzt weitere Vereine nachziehen. Denn die Zahl der Vlogger nimmt ständig zu, viele wollen vom Geld-Kuchen etwas abhaben. Aber die meisten Fans sind davon einfach nur genervt…