Der Tabellenneunte WSG Tirol, der bisher eine beachtliche Bundesliga-Saison 2025/26 spielt, wollte in der letzten Runde des Grunddurchgangs nicht nur den Abstand auf den heutigen Gegner, den Vorletzten GAK 1902, mit einem Heimsieg auf komfortable elf Punkte ausbauen, sondern auch seine Meistergruppe-Minimalchance nutzen. Vor vielen weiblichen Besucherinnen (am Weltfrauentag gab es eine Freikartenaktion) am Innsbrucker Tivoli und einen verdienten 2:0 (2:0)-Sieg über die ab der 42. Minute dezimierten Steirer, wodurch die Wattener zwar auf Rang sieben klettern, doch knapp die Meistergruppe verpassen.

Frenetischer Jubel! Im 18. Bundesliga-Einsatz gelang dem 22-jährigen Angreifer Ademola Ola-Adebomi der ersehnte erste Bundesligatreffer für die WSG Tirol. Mit dem 2:0 brachte der gebürtige Londoner die Wattener auf die Siegerstraße. Überhaupt Tor-Debütantenball heute in Innsbruck. Zuvor hatte der gleichaltrige Deutsche David Kubatta in seinem 16. BL-Saisonspiel ebenfalls erstmals getroffen.
Blitzstart für die Tiroler
Das Spiel begann vielversprechend für die WSG Tirol. Schon in der 10. Minute erzielte David Kubatta das erste Tor des Spiels. Nach einem Eckball von Stürmer Nikolai Baden Frederiksen war der aufgerückte Abwehrspieler aus Deutschland per Kopfball zur Stelle und erzielte mit dem Führungstor zugleich seinen ersten BL-Treffer. Die Grazer Athletiker, die zunächst mit viel Ballbesitz starteten, fanden keinen Weg, die solide Defensive der Wattener zu durchbrechen.
Die Gäste, bei denen der gesperrte Cheftrainer Ferdinand Feldhofer auf der Tribüne Platz nahm und von Co-Trainer Joachim Standfest am Spielfeldrand vertreten wurde, versuchten durch Christian Lichtenberger und Angreifer Alexander Hofleitner Chancen zu kreieren, aber die WSG-Abwehr und Torwart Adam Stejskal hielten „die Null“.
Die Gastgeber legten dann noch vor der Pause nach durch Ademola Ola-Adebomi, der eine Hereingabe von Außenverteidiger Lukas Sulzbacher entschlossen per Direktabnahme verwertete (43.). Dies geschah unmittelbar nach einem Platzverweis für Martin Kreuzriegler vom GAK 1902, der nach einer Tätlichkeit im Mittelfeld gegen Nikolai Baden-Frederiksen vom Platz gestellt wurde.

Gebrauchter Sonntag für Alexander Hofleitner und den GAK 1902. Cheftrainer Ferdinand Feldhofer gesperrt auf der Tribüne, dazu das frühe Gegentor und dann kurz vor der Pause die Rote Karte für Martin Kreuzriegler nach Foulspiel gegen Nikolai Baden-Frederiksen im Mittelfeld. Durch den achten Dreier in dieser Saison erhöht die WSG Tirol den Vorsprung auf die Grazer Athletiker auf elf Punkte, klettert von Rang neun auf sieben und verpasst nur knapp die zweite Meistergruppen-Teilnahme der Klubgeschichte.
Kontrollierte zweite Halbzeit
Nach der Pause behielt die WSG gegen die dezimierten Grazer die Oberhand. Während die Steirer durch Offensivkraft Ramiz Harakate und Ludwig William Vraa-Jensen den Anschlusstreffer verpassten. Die Tiroler zeigten sich hingegen weiterhin gefährlich und hatten mehrere Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Johannes Naschberger und Nikolai Baden Frederiksen verpassten knapp das 3:0, wobei ein Schuss von Naschberger die Latte streifte.
Die Schlussphase des Spiels dominierte die Elf um den gebürtigen Steirer Philipp Semlic. Der GAK, der durch die Hereinnahme von Dominik Frieser frischen Wind brachte, konnte sich nicht entscheidend durchsetzen, um nochmal heranzukommen.
Am Ende brachte die WSG Tirol den verdienten 2:0-Sieg über die Zeit und kletterte von Rang neun auf Rang sieben. Um damit nur knapp die Meistergruppe zu verpassen. Somit sehen sich beide Teams noch zwei Mal im Unteren Play-off im Frühjahr wieder. Vor der Punkteteilung bauten die Wattener den Vorsprung auf den Tabellenvorletzten auf elf Zähler aus.
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