Wie bereits seit einiger Zeit bekannt ist, treten die X-Men im Gegensatz zu Team X in „Marvel’s Wolverine“ nicht auf. In einem Interview erklärte Narrative Director Walt Williams, warum sich die Autoren bewusst gegen einen Auftritt der X-Men entschieden haben.
Wie Insomniac Games bereits kurz nach der offiziellen Ankündigung von „Marvel’s Wolverine“ bestätigte, dürfen sich die Spieler zwar auf ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren wie Jean Grey freuen, die X-Men tauchen in dem Action-Titel im Gegensatz zu Team X jedoch nicht auf.
Im Interview mit IGN ging Narrative Director Walt Williams auf diese Entscheidung ein und erklärte, dass Insomniac Games Mutanten wie Logan in „Marvel’s Wolverine“ bewusst ohne einen sicheren Rückzugsort oder den Status von Superhelden darstellen wollte. Dadurch soll ihre Rolle als Außenseiter der Gesellschaft stärker hervorgehoben werden, wobei Wolverine selbst als größter Außenseiter im Mittelpunkt steht.
„Das Team X gehört also zum Kanon“, leitete Williams seine Erklärung ein. „Es ist Logans erstes Team in seiner Geschichte. Es war ein Black-Ops-Team aus den 70er-Jahren, das aus Mutanten bestand, die für geheime Aufträge eingesetzt wurden. Bei der Erzählung von Wolverines Geschichte wollten wir zu den Anfängen zurückkehren.“
„Zu dem Punkt, an dem seine Geschichte mit dieser langen Reihe von Teams wirklich begann. Denn wie wir wissen, war er im Laufe seiner inzwischen mehr als 50-jährigen Geschichte Mitglied vieler verschiedener Teams“, so der Narrative Director weiter.
Das tragische Schicksal der Mutanten im Fokus
Williams erklärte weiter, dass Superhelden und ihre Fähigkeiten in der heutigen Popkultur weitgehend akzeptiert und gefeiert werden. Mutanten nehmen innerhalb des Marvel-Universums dagegen eine Außenseiterrolle ein, was in „Marvel’s Wolverine“ bewusst aufgegriffen werden soll. Sie leben im Verborgenen, verstecken ihre Fähigkeiten und haben keinen sicheren Ort, an dem sie sich vor der Gesellschaft zurückziehen können.
Eine Erfahrung, die auch Logan immer wieder machen musste. „Wir wollten die Spieler wieder dafür sensibilisieren, dass es sich um Charaktere handelt, die außerhalb der Gesellschaft stehen. Sie sind keine Superhelden, haben keinen sicheren Rückzugsort und leben im Verborgenen“, erläuterte Williams.

Der Narrative Director führte aus: „Und wenn wir diese Geschichte mit den X-Men begonnen hätten, hätte es für sie von Anfang an einen sicheren Ort gegeben. Wir wollten die Spieler jedoch daran erinnern, dass das Leben als Mutant nicht sicher ist, sondern schwierig und beängstigend. Logan war für uns die perfekte Perspektive, um in diese Welt einzutauchen.“
Williams weiter: „Er ist nicht nur ein äußerst komplexer und vielschichtiger Charakter, sondern auch ein Außenseiter unter den Außenseitern. Selbst unter Mutanten fühlt er sich nirgendwo wirklich zu Hause, hält andere auf Abstand und bietet dadurch die perfekte Perspektive, um zu verstehen, wie wenig Mutanten das Gefühl haben, irgendwo dazuzugehören.“
Warum die Spieler keine Origin-Story erwarten sollten
Im Rahmen eines Preview-Events verlor auch Creative Director Marcus Smith ein paar Worte zur Handlung von „Marvel’s Wolverine“ und wies darauf hin, dass die Spieler nicht mit einer Origin-Story rechnen sollten. Dies bedeutet, dass sich die Autoren bewusst dazu entschieden haben, Themen wie den Ursprung von Logans Adamantium-Skelett nicht näher zu beleuchten.
„Zu Beginn unserer Geschichte hat Logan bereits Adamantium in seinen Knochen“, erklärte Smith. „Er kann sich nicht daran erinnern, wie es dazu kam oder warum es passiert ist, und wir gehen darauf auch nicht näher ein, da wir keine Origin-Story erzählen.“

„Marvel’s Wolverine“ erscheint am 15. September 2026 exklusiv für die PS5. Wie die Entwickler von Insomniac Games versprechen, soll das Abenteuer von Logan abseits der zünftigen Action auch mit seinem Wiederspielwert punkten. Zudem beantwortete das Studio die Frage, ob neben Logan noch andere spielbare Charaktere geboten werden.
Auch zur technischen Umsetzung und den Grafikmodi von „Marvel’s Wolverine“ nannte Insomniac Games in dieser Woche weitere Informationen.
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