Während die Zahl der Biobauern und die Biofläche in Österreich 2025 leicht gesunken sind, sieht es beim Bioabsatz ganz anders aus. Die Nachfrage nach Biolebensmitteln in Österreich ist 2025 erneut gestiegen. Das zeigt die jährliche Umsatzanalyse der AMA-Marketing. Demnach wurden im vergangenen Jahr Bioprodukte im Wert von rund 3,4 Mrd. €. Das ist ein Plus von 7,4 % gegenüber 2024.
Auch Absatzmengen steigen
Damit liegt das Umsatzwachstum deutlich über der Inflationsrate von 3,7 %. Der Anstieg ist somit nach AMA-Angaben nicht allein auf höhere Preise zurückzuführen, sondern auch auf höhere Absatzmengen von Bioprodukten. Die Umsatzsteigerung erfolgte über alle drei Absatzkanäle Lebensmittelhandel, Direktvertrieb/Fachhandel sowie Gastronomie. „Konsumentinnen und Konsumenten greifen wieder bewusster zu Bio – ein wichtiges Signal für die gesamte Biowertschöpfungskette“, sagt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing.
Talsohle ist durchschritten
Im Lebensmitteleinzelhandel erreichte der Bioanteil bei Lebensmitteln und Getränken nach einem leichten Rückgang im Jahr 2023 wieder das Niveau von 11 % aus der Zeit der Corona-Pandemie in den Jahren 2021 und 2022. Damals kauften die Konsumenten Bioprodukte besonders stark, im Lebensmitteleinzelhandel, aber auch im Direktvertrieb und Fachhandel. Nach einer zwischenzeitlichen Abschwächung legte auch dieser Bereich im vergangenen Jahr wieder an Wachstum zu. Der Bioanteil außerhalb des klassischen Lebensmitteleinzelhandels stieg auf 23 %, gegenüber 22,4 % in 2024. Die Talsohle von 2023 scheint damit durchschritten zu sein. In der Gastronomie dagegen ist der Bioumsatz und Bioanteil indes seit 2019 stetig gestiegen. In den vergangenen sieben Jahren hat er sich von 2,7 % auf 4,5 % fast verdoppelt.
Umsatztreiber bleibt der Lebensmittelhandel. Rund 80 % des Bioumsatzes entfallen auf den Lebensmitteleinzelhandel. Weitere 12 % erfolgen über Direktvertrieb und Fachhandel erzielt, 8 % über die Gastronomie.