Menschen schauen von Bord eines Bootes auf die griechische Halbinsel Chalkidiki, über der der Rauch eines Waldbrandes aufsteigt.

Stand: 14.08.2026 • 11:47 Uhr

Es waren dramatische Szenen: Auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki mussten Urlauber und Einwohner mit Booten vor den Flammen flüchten. Auch bei Feuern in Kroatien und Frankreich wurden Menschen in Sicherheit gebracht.

Wegen eines heftigen Waldbrandes mussten zwei bei Touristen beliebte Orte auf der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki evakuiert werden. Betroffen waren etwa 250 Anwohnende sowie Urlauberinnen und Urlauber, die am Donnerstag mit Booten über das Meer in Sicherheit gebracht wurden.

Betroffen waren die Ferienorte Siviri und Fourka. Das Feuer war innerhalb weniger Stunden nahe an die beiden Ortschaften herangerückt, die von für die Region typischen und leicht entflammbaren Kiefernwäldern umgeben sind. Die Evakuierung über das Meer war Angaben der Feuerwehr zufolge der einzig mögliche Fluchtweg. Doch auch auf den Straßen rund um die beiden Ferienorte kam es zu Staus, da Menschen versuchten, sich auf dem Landweg in Sicherheit zu bringen.

Den ganzen Tag über kämpften mehr als 200 Einsatzkräfte gegen die Flammen, wie die Feuerwehr mitteilte. Am Abend meldeten Behörden, dass der Brand unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Auch in Kroatien bedrohen Flammen Ferienort

Auch in Kroatien wurde in der vergangenen Nacht wegen eines sich ausbreitenden Waldbrandes die Evakuierung des Ferienortes Lokva Rogoznica an der Adriaküste angeordnet. Die Feuerwehr schätzte die Lage als „äußerst besorgniserregend“ ein, das Feuer werde von starken Windböen immer wieder neu angefacht. Etwa 150 Einsatzkräfte versuchen derzeit, den Brand einzudämmen.

Medienberichten zufolge haben die Flammen bereits die Ortsgrenze erreicht und erste Häuser zerstört. Auf Video- und Fotoaufnahmen waren riesige Flammen unmittelbar an den ersten Häusern zu sehen. Der Schaden sei bereits jetzt „beträchtlich“, berichtete der öffentlich-rechtliche Fernsehsender HRT.

Hunderte Hektar Wald in Frankreich brennen

Im Südwesten Frankreichs hat ein neuer Waldbrand 1.100 Hektar Land erfasst. Die Ausbreitung des am Donnerstag in einem Kiefernwald im Departement Landes ausgebrochenen Feuers sei zwar „gebremst“ worden, erklärte Feuerwehrchef Arnaud Fabre. Der Präfekt des Departements, Gilles Clavreul, warnte jedoch angesichts von Temperaturvorhersagen von 36 Grad Celsius, bei der Brandbekämpfung seien die „nächsten 15 Stunden entscheidend“.

Der Brand, dessen Ursache noch unklar ist, hatte sich am Abend aufgrund wechselnder Winde sehr schnell ausgebreitet. Insgesamt 525 Menschen wurden bisher vor den Flammen in Sicherheit gebracht. Clavreul zufolge waren rund 500 Feuerwehrleute im Einsatz. Bislang wurde den Behörden zufolge kein Wohnhaus zerstört. Eine mögliche Verbesserung der Wetterbedingungen ist für Samstag angekündigt.