Der SK Rapid hat einmal mehr am letzten Spieltag des Grunddurchgangs den Einzug in die Meistergruppe der Bundesliga geschafft. Die Hütteldorfer bezwangen Tabellenführer FC Red Bull Salzburg im Allianz-Stadion mit 1:0. Janis Antiste, der erstmals seit Ende Jänner wieder auf dem Platz gestanden war, erzielte den spielentscheidenden Treffer. Die Mozartstädter wiederum mussten die Tabellenführung an den SK Sturm Graz abgeben.

Die Rapidler bejubeln den spielentscheidenden Treffer von Janis Antiste.
Rapid nützt zwei Momente eiskalt – ein Tor zählte auch
Das Topspiel zwischen dem SK Rapid und FC Red Bull Salzburg begann mit hohem Tempo und vielen intensiven Zweikämpfen. Die Gäste aus Salzburg übernahmen früh die Initiative und kamen bereits in der Anfangsphase zu guten Möglichkeiten. Zunächst prüfte Baidoo nach einem schnellen Angriff Rapid-Keeper Niklas Hedl, wenig später blieb der Schlussmann erneut Sieger, als er einen weiteren Abschluss der Salzburger stark parierte.
Rapid tat sich zunächst schwer, setzte aber immer wieder auf schnelle Gegenstöße. Nach rund einer halben Stunde schien die Führung bereits gefallen zu sein: Nach einem Freistoß köpfelte Ange Ahoussou den Ball ins Netz. Nach einem längeren VAR-Check wurde der Treffer jedoch wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung aberkannt. Den Freistoß für die Hütteldorfer hätte es aber ohnehin nicht geben dürfen, nachdem Wurmbrand über den Ball gestolpert und nicht von Yeo getroffen worden war.
Auch danach blieb Salzburg die spielbestimmende Mannschaft, doch Hedl hielt seine Mannschaft mit starken Paraden – unter anderem gegen Yeo – im Spiel. In der 38. Minute schlugen die Wiener aber zu: Nach einem schnell vorgetragenen Konter zog Tobias Gulliksen über die rechte Seite auf und legte quer in den Strafraum, wo Janis Antiste völlig frei stand und zur 1:0-Führung einschob.

Der „Block West“ blieb heute aufgrund der verhängten Sektorensperre der Bundesliga geschlossen.
Rapid-Abwehrblock bringt knappe Führung über die Zeit
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste sofort wieder die Initiative, während sich die Grün-Weißen zunehmend auf die Defensive konzentrierten. Die Gäste kamen früh zu guten Möglichkeiten: Zunächst setzte Redzic einen Abschluss nach Zuspiel von Baidoo deutlich über das Tor (51.), wenig später zog Alajbegović aus der Distanz knapp links vorbei (54.). Trotz dieser Szenen fehlte den Salzburgern weiterhin die nötige Präzision im letzten Drittel.
Rapid setzte offensiv nur vereinzelt Nadelstiche. Eine der wenigen Chancen entstand nach einem starken Außenristpass von Gulliksen auf Weimann, dessen Abschluss jedoch von Bidstrup entscheidend geblockt wurde (64.). Insgesamt verlor die Partie in dieser Phase etwas an Tempo, weil beide Mannschaften kaum Risiko eingingen und sich viele Szenen im Mittelfeld abspielten.
Salzburg reagierte mit mehreren Wechseln und versuchte, frische Impulse zu setzen. Konaté kam nach einem Eckball aus spitzem Winkel zum Abschluss, setzte den Ball aber neben das Tor (75.). Die Hütteldorfer verteidigten ihre Führung mit großer Konsequenz und warfen sich in jeden Ball.
Salzburg suchte in der Schlussphase weiterhin nach Lücken im kompakten Abwehrblock der Wiener, fand jedoch kaum Wege durch die dicht gestaffelte Defensive. Ein Kopfballtreffer von Karim Konaté in der 91. Minute zählte nach VAR-Intervention ebenfalls nicht. So fixierte der SK Rapid mit einem knappen Heimsieg gegen die Bullen das Ticket für die Meistergruppe.
SK Rapid – FC Red Bull Salzburg 1:0 (1:0)
Sonntag, 08.03.2026 (17:00 Uhr); Allianz-Stadion, Wien; SR Harald Lechner
Rapid: Hedl; Cvetkovic, Raux Yao, Ahoussou; Nunoo (22./Gulliksen), Grgic, Seidl, Horn (80./Gröller); Wurmbrand (69./Dahl), Antiste (69./Borkeeiet); Weimann (80./Kara); Trainer: Johannes Hoff Thorup.
Salzburg: Schlager; Drexler, Gadou, Schuster, Krätzig (68./Terzic); Diambou (60./Lukic), Bidstrup; Redzic, Alajbegovic (80./Bischoff), Yeo (69./Vertessen); Baidoo (60./Konaté); Trainer: Daniel Beichler.
Tor: Antiste (38.)
Gelbe Karten: Dahl bzw. Gadou, Diambou, Bidstrup
Fotocredit: Josef Parak