Münchner Schauspielerin

Älterwerden fällt Julia Koschitz schwer – so geht sie damit um

Aktualisiert am 14.08.2026 – 10:51 UhrLesedauer: 2 Min.

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Julia Koschitz (Archivbild): Die Schauspielerin lebt in München. (Quelle: Ursula Düren/dpa./dpa)

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Sie steht seit Jahren vor der Kamera und gilt als gefragte Schauspielerin. Doch mit einem Aspekt ihres Lebens hadert Julia Koschitz bis heute.

„Mir gefällt vieles nicht in meinem Leben“ – mit diesem Satz beschreibt Schauspielerin Julia Koschitz im Interview mit der „Berliner Morgenpost“, wie sie mit Selbsthinterfragung umgeht. Die 51-Jährige spricht offen über Veränderungen, Freundschaft, die Herausforderungen des Älterwerdens und ihren neuen TV-Film.

Die Komödie mit der in München lebenden Koschitz heißt „Nix ist fix“ und ist bereits in der ZDF-Mediathek zu sehen. Darin muss eine Freundesgruppe lernen, dass im Leben nichts von Dauer ist. Ein Thema, mit dem sich die Schauspielerin, die zuletzt auch in Filmen wie „Schatten der Angst“ oder „Die kleinen und die großen Lügen“ zu sehen war, identifizieren kann.

Julia Koschitz fällt der Umgang mit dem Älterwerden schwer

Auf die Frage, ob sie den permanenten Wandel möge, antwortet Koschitz: „Ich finde, man sollte für Veränderungen offen sein oder es zumindest versuchen. Es ist sowieso zwecklos, sich dagegen zu wehren.“ Den meisten Menschen falle das schwer, „weil das die eigene Sicherheit ankratzt“. Selbst habe sie mit 27 Jahren eine einschneidende Veränderung gemeistert, als sie ihr festes Theaterengagement aufgab, um in die Filmbranche zu wechseln. „Eine schwere Entscheidung“, wie sie sagt, verbunden mit Angst, die sich aber gleichzeitig richtig angefühlt habe.

imago images 0846057720Vergrößern des BildesJulia Koschitz bei der Ankunft zur Verleihung des Bayerischen Filmpreises 2025 im Prinzregententheater in München. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Gartner/imago)

Schwerer falle ihr dagegen der Umgang mit dem eigenen Älterwerden. „Ich bin dankbar, dass ich älter werden darf, denn die Alternative wäre ja auch nicht schön, aber es ist auch eine Herausforderung“, sagt sie. Auf die Frage, was sie tue, wenn ihr das eigene Spiegelbild nicht gefalle, wird Koschitz besonders deutlich: „Mir gefällt vieles nicht in meinem Leben, aber was soll ich machen? Es geht ja darum, sich mit dieser Spiegelung zu hinterfragen: Was will ich eigentlich? Wer will ich sein?“

Einen großen Stellenwert hat für die Schauspielerin dabei die Freundschaft. „Neben Partnern und Familie waren Freunde für mich immer der wichtigste Spiegel im Leben“, erklärt sie. Wichtig sei gegenseitige Ehrlichkeit, ohne den anderen zu bewerten: „Den anderen zu beurteilen, ist ein No-Go. Wenn man gemeinsam älter werden will, muss man gemeinsam wachsen wollen.“