Seit zehn Jahren fotografiert er hobbymäßig. Während seiner Zeit als Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) hat er in seiner Heimatstadt schon Bilder ausgestellt, unter anderem von einer Dienstreise nach New Orleans. Nun greift Brandenburgs Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt, René Wilke (SPD), auch dienstlich zur Kamera. Die Social-Media-Auftritte des Ministeriums will er künftig mit eigenen Fotos von Terminen bestücken, wie das Haus in Netzwerken wie Instagram und Facebook ankündigt.

Fotos von Begegnungen und Gesprächen

„Infos, Fotos und Videos aus Terminen der Hausleitung und unseres Hauses: Damit versorgt Euch das Social-Media-Team hier regelmäßig“, heißt es dort. Im Rahmen der Aktion „Festgehalten – was uns zusammenhält“ laufe das anders. „Von seinen unmittelbaren, ganz unterschiedlichen Begegnungen und Gesprächen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Brandenburg berichtet am besten: Minister René Wilke selbst!“, schreibt sein Team.

Zu sehen ist ein Foto des SPD-Politikers mit Kamera und der Betextung „Durch die Augen und die Linse von Minister Wilke“. Was den 42-Jährigen vor Ort besonders überrasche, berühre oder irritiere – darüber wolle er mit selbst aufgenommenen Fotos und einer Sprachnachricht direkt im Anschluss an die Termine in den sozialen Netzwerken informieren.

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Wilke ist seit März in der neuen Regierung von SPD und CDU Brandenburgs erster Minister für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zuvor, bis zum Bruch der Rot-Lila-Koalition von SPD und BSW, war der Ex-Linke zehn Monate lang Innenminister des Landes. Vergangenen November trat er als Parteiloser in die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke ein.

Der Zusammenhalter Wie Brandenburgs Superminister René Wilke die Spaltung im Land überwinden will

Sollte mit der Politik einmal Schluss sein, könne er sich einen anderen Beruf vorstellen, wie er den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) bei einer Tour durchs Land im Frühjahr sagte: Hochzeitsfotograf. Bei Hochzeiten von Freunden habe er schon fotografiert – und daran Gefallen gefunden.

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Im Juni heiratete Wilke selbst, im Frankfurter Rathaus, und ging anschließend auf eine besondere Hochzeitsreise: Er pilgerte mit seiner Frau Kathrin auf dem Jakobsweg in Spanien. Und postete davon in den sozialen Medien das ein oder andere selbstgeschossene Foto.