Hochkarätig besetzter Termin nach Neubau-Absage des Kinderzentrums bei Gesundheitslandesrat Kornhäusl. Eine Steuerungsgruppe soll nun die „konkrete Umsetzung“ des Kinderzentrums am LKH-Uniklinikum Graz in die Wege leiten.
Dass die geplante, komplette Neuerrichtung des Kinderzentrums am Uniklinikum Graz in dieser Form nicht kommen wird, hat diese Woche für zahlreiche Diskussionen gesorgt. Zur Erinnerung: Im Gespräch mit der Kleinen Zeitung sagte Ulf Drabek, Vorstand für Finanzen und Technik in der Kages, dass sich die Rahmenbedingungen geändert hätten. Aus diesem Grund würden die bestehenden Gebäude saniert, auch ein neuer, 8.500 Quadratmeter großer Zubau soll entstehen.
Hinter den Kulissen scheinen nach diesen Aussagen die Wogen hochgegangen zu sein. Über das Projekt, für das es seit 2024 eine unterzeichnete Absichtserklärung zur gemeinsamen Finanzierung zwischen Land und Bund gibt, wurde auf höchster Ebene debattiert. Im Büro von Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl waren diese Woche der Kages-Vorstand, LKH-Betriebsdirektor Bernd Leinich sowie der ärztliche Direktor Wolfgang Köle und die Rektorin der MedUni Graz, Andrea Kurz, sowie Vizerektor Alexander Rosenkranz geladen. Besprochen wurde vorrangig die weitere Vorgehensweise.
Dazu wurde beschlossen, mit September eine „Strategische Steuerungsgruppe“ einzurichten. Diese soll bis Ende des Jahres die Rahmenbedingungen für die künftige Ausrichtung und Ausgestaltung des Kinderzentrums festlegen. Neben den oben genannten Personen werden zudem auch Vertreterinnen und Vertreter der Kinderklinik sowie der Kinderchirurgie Teil dieser Gruppe sein.
Im strategischen Rahmenplan bis 2040 verankert
Zudem wurde am Freitag eine Information an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Uniklinikums ausgeschickt – denn auch unter ihnen sorgten die Aussagen für Aufregung. In diesem Schreiben, das der Kleinen Zeitung vorliegt und vom Kages-Vorstandsvorsitzenden Gerhard Stark sowie von Drabek gezeichnet ist, wird festgehalten, dass die Weiterentwicklung des Kinderzentrums „im strategischen Rahmenplan der Kages bis 2040 verankert ist“. Für Kages, MedUni Graz sowie den Gesundheitslandesrat stehe fest: „Es wird ein modernes und zeitgemäßes Kinderzentrum geben.“
Auch die oben genannte Steuerungsgruppe wurde angesprochen. Diese werde eingesetzt, um die „konkrete Umsetzung des Kinderzentrums“ voranzutreiben. Die Modernisierung habe „höchste Priorität“ und werde „mit Nachdruck vorangetrieben.“ Und abschließend: „Über die weiteren Schritte und den Fortgang des Projekts wird laufend informiert.“

