Um faktisch die Schifffahrt durch die für den internationalen Handel wichtige Straße von Hormus zu blockieren, hatten Streitkräfte der Islamischen Republik seit Ausbruch des Iran-Kriegs viele Frachter attackiert. Die USA reagierten mit einer Seeblockade für iranische Schiffe und feuerten ebenfalls mehrfach, um diese manövrierunfähig zu machen. Auch an der Küste Omans breitet sich ein Ölteppich aus. Dort war der Tanker „Caroline Bezengi“ auf Grund gelaufen, der Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet wird und unter EU-Sanktionen steht. Er droht nach Experteneinschätzung auseinanderzubrechen. Ob die Ölverschmutzung an der iranischen Küste mit der „Caroline Bezengi“ in Zusammenhang steht, ist unklar.
Trump will Meerenge zu US-Gebiet erklären – Teheran reagiert
US-Präsident Donald Trump stößt mit seiner Äußerung, die Straße von Hormus zum US-Territorium erklären zu wollen, auf Widerspruch in Teheran. „Die Straße von Hormus war iranisch, ist iranisch und wird iranisch bleiben“, erklärte Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi auf X. Die für die Weltwirtschaft äußerst wichtige Meerenge werde „nur auf Befehl des Iran geöffnet und geschlossen“.
Trump hatte am Freitag an einer Polizeiakademie im Bundesstaat New York gesagt: „Nachdem wir den Iran besiegt haben, werde ich die Straße von Hormus schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären. Es ist wahr“, unterstrich Trump seine Aussagen vor jubelnden Anhängern und Polizisten. Ein Vertreter des Weißen Hauses sagte allerdings nach Angaben des „Wall Street Journal“ später, dass Trump einen Scherz gemacht habe.
Die Straße von Hormus ist einer der wichtigsten Streitpunkte zwischen Washington und Teheran bei den Bemühungen um ein Ende des Krieges. Der Iran kontrolliert nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn die für den Welthandel äußerst wichtige Meerenge. Trump wiederum hatte zuletzt mehrfach erklärt, dass die USA die Wasserstraße unter ihre Kontrolle gebracht haben. Bei der Veranstaltung in der Polizeiakademie verwies Trump auch auf die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen. „Wir haben die Blockade. Kein Schiff kommt durch, es sei denn, wir lassen es zu“, sagte der Präsident.
Tote nach Huthi-Angriff in Jemen
Bei einem Raketenangriff der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf die jemenitische Hafenstadt Mucha am Roten Meer sind mindestens vier Zivilisten getötet worden. Dies teilt die international anerkannte Regierung des Jemen mit. Die jemenitische Nachrichtenagentur Saba berichtet zudem unter Berufung auf Militärkreise, die Huthis hätten Mucha mit sechs Raketen getroffen, wobei vier Zivilisten getötet und mehrere Fischerboote in Brand gesetzt worden seien. Die Huthi-Rebellen erklären ihrerseits, sie hätten mit ballistischen Raketen Waffen und Kriegsschiffe angegriffen, die zu den von Saudi-Arabien unterstützten Truppen gehörten.
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