Auch im dritten Spiel der Bundesliga-Saison 2026/27 traf Aufsteiger SC Austria Lustenau mit dem WAC auf einen Klub, der im Vorjahr in der Qualigruppe angesiedelt war. Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen die SV Ried und dem 1:2 beim GAK 1902 peilten die Vorarlberger gegen die Wolfsberger den ersten Dreier an. Die Kärntner ihrerseits kamen mit breiter Brust, nachdem die Wölfe im Heim-Doppel gegen die Eurofighter FK Austria Wien (3:0) und FC Red Bull Salzburg (1:1) Selbstvertrauen getankt hatten. Um im Ländle jedoch leer auszugehen, dank Doppelpacker Antonio Verinac holt die Austria mit 2:1 den ersten Sieg.

Der VAR stand in Halbzeit eins im Mittelpunkt. Dabei fielen die Entscheidungen stets zugunsten der Austria aus. Zunächst wurden die beiden Lustenauer Treffer von Verinac überprüft und anerkannt. Nach dem Wolfsberger Anschlusstreffer in der Nachspielzeit gab es Elfmeteralarm, zeigte Schiedsrichter Jakob Semler auch auf den Punkt, ehe sich der VAR einschaltete. Da der gefoulte WAC-Spieler Fabian Wohlmuth zuvor leicht in Abseitsposition stand, gab es zurecht keinen Strafstoß.

Erste Halbzeit mit drei VAR-Entscheidungen zugunsten der Lustenauer

Die Gastgeber legten drangvoll und offensivfreudig los, um in der 23. Minute durch Antonio Verinac in Führung zu gehen. Ein kapitaler Fehler von Diabate im Aufbauspiel vor dem eigenen Sechzehner bescherte den Lustenauern die Chance, die Dominik Weixelbraun mit einem scharfen Pass nutzte, um den 21-jährigen Deutschen Verinac von rechts in Szene zu setzen.

Dieser schob eiskalt zum 1:0 ein. Kurz darauf legte der gebürtige Hamburger nach: In der 32. Minute konnte  der 1,93-Meter-Mann einen Abpraller nach einem Schuss von Diarra verwerten und den Vorsprung auf 2:0 ausbauen. Die Wolfsberger kämpften jedoch weiter und kamen durch einen Treffer von Giacomo Vrioni nach feinem Zuspiel von Donis Avdijaj in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zurück ins Spiel.

Beinahe hätten die Kärntner sogar in dieser Phase vor dem Pausenpfiff einen Elfmeter zugesprochen bekommen. Schiedsrichter Semler zeigte auch bereits auf den Punkt, doch der VAR erkannte eine Abseitsposition beim gefoulten Spieler Fabian Wohlmuth. Eine knappe, doch wohl auch richtige Entscheidung. Somit blieb es beim 2:1-Halbzeitstand

Spannende Schlussphase

In der zweiten Halbzeit drängte der WAC auf den Ausgleich und wollte die erste Saisonniederlage vermeiden. Besonders in der 81. Minute bot sich die große Chance dazu, als der eingewechselte Torjäger-Routinier Markus Pink per Kopfball Tormann Dominik Schierl zu einer Parade zwang.

Die Lustenauer blieben, wie schon im Aufstiegsjahr in der 2. Liga bewiesen, defensiv stabil und sorgten immer wieder für gefährliche Konter, ohne jedoch den entscheidenden Treffer zu erzielen.

In den letzten Minuten wurde es hektisch: Der eingewechselte Benjamin vergab das mögliche 3:1, und Karamoko scheiterte im Gegenzug an Goalie Gütlbauer, der nach dem Abgang von Nikolas Polster in die Niederlande die neue Nummer eins im Wolfsrudel ist. 

Die Austria rettete den knappen Vorsprung über die Zeit und feierte am Ende einen wichtigen Heimsieg, der durch eine kämpferische Leistung und eine solide Defensive gesichert wurde.

Austria Lustenau nächsten Samstag wieder nach Graz, WAC hat Pause

Am nächsten Samstag geht es für die Mader-Mannen, wie schon im ersten Auswärtsspiel vor einer Woche, wieder nach Graz, und zwar gegen Vizemeister SK Sturm.

Während der WAC am kommenden Wochenende „frei“ hat, da die Heimpartie gegen den LASK wegen den Champions-League-Play-off-Duellen der Linzer Athletiker gegen Celtic Glasgow auf Dienstag, den 1. September (19:30 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) verlegt wurde. 

Bundesliga-Saison 2026/27, Runde 3

Samstag, 15. August 2026, 17 Uhr, SUN MINIMEAL Arena in Lustenau, Z: rd. 4.000; SR: Jakob Semler

SC Austria Lustenau vs. RZ Pellets WAC 2:1 (2:1)

Austria Lustenau (4-3-3): Schierl (K); Gmeiner, Chukwu, Pertlwieser, Soares (63. Delaye); Lord Afrifa, Kacuri (81. Grabher), Diarra; Weixelbraun (81. Jastremski), Verinac (76. Benjamin), Gashi (63. Ibertsberger). Trainer: Markus Mader.

Wolfsberger AC (3-4-3): Gütlbauer; Behounek, Diabaté (46. Kitz), N. Wimmer (K); Wohlmuth, Sulzner, Mamageishvili (77. Pink), Schwarz (46. Renner); Schabauer (46. Verhounig), Vrioni, Avdijaj (67. Karamoko). Trainer: Thomas Silberberger.

Torfolge: 1:0 Verinac (23., Weixelbraun), 2:0 Verinac (32., Gashi), 2:1 Vrioni (45.+4, Avdijaj).

Gelbe Karten: Jastremski (83., Foulspiel), Gmeiner (90.+3, Foulspiel) / Schabauer (41., Foulspiel).

SPIELFILM im Ligaportal-LIVETICKER!

Fotocredit: Harry Dostal/www.sport-bilder.at