Papst Leo XIV. hat zu einem Ende der Gewalt gegen die palästinensische Bevölkerung im von Israel besetzten Westjordanland aufgerufen. Beim Angelus an diesem Sonntag in Castel Gandolfo nahm der Papst auch die übrigen Staaten in die Pflicht.

Israelische Armee erklärt Christendorf Taybeh zum Sperrgebiet

Taybeh, das letzte christlich-palästinensische Dorf im besetzten Westjordanland, ist zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Wie am Sonntag bekannt wurde, gilt die Anordnung vom …

„Ich erneuere meinen Appell, die wiederholten Gewalttaten gegen die palästinensische Zivilbevölkerung im Westjordanland zu beenden, und fordere die internationale Gemeinschaft dringend auf, dafür zu sorgen, dass die Zwei-Staaten-Lösung vorankommt, um einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen“, so der Papst wörtlich. Seit einer Woche belagern radikale israelische Siedler die Häuser palästinensischer Familien in der Ortschaft Qusra südlich von Nablus. Sie blockierten Zufahrtswege mit Steinen, stellten Zelte auf und hinderten medizinische Teams daran, die eingeschlossenen Familien zu erreichen.

Der Heilige Stuhl bekräftigt immer wieder, dass die Zwei-Staaten-Lösung auf der Grundlage sicherer und international anerkannter Grenzen der einzige gangbare und gerechte Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden im Heiligen Land sei.

Der Appell des Papstes beim Mittagsgebet

Papst Leo lenkte nach dem Angelusgebet den Blick auch auf die Mittelmeerspiele, die diese Woche in Taranto stattfinden werden. An ihnen beteiligen sich Athleten und Athletinnen verschiedener Länder aus Afrika, Asien und Europa, die zum Mittelmeerraum gehören. „Ich wünsche mir, dass dieses Sportereignis ein Vorbote des Friedens und der Brüderlichkeit zwischen den Völkern dieser Region und der ganzen Welt sein möge“, sagte der Papst. An den Spielen nimmt mit vier Sportlern auch der vatikanische Leichtathletik-Verein teil. 

(vatican news – gs)