Russland feuerte in dieser Woche nach Darstellung Selenskyjs mehr als 1.550 Drohnen, fast 1.560 Bomben und 62 Raketen und Marschflugkörper auf das Land ab. Selenskyj rief die Verbündeten der Ukraine erneut auf, dem Land Flugabwehrraten zu liefern. „Wenn nordkoreanische Raketen hier in Europa die Infrastruktur zerstören und Menschenleben fordern, darf nicht zugelassen werden, dass europäische Abfangraketen einfach in den Lagern liegen bleiben“, sagte Selenskyj. Er hatte Russland zuletzt vorgeworfen, von Nordkorea gelieferte Raketen einzusetzen.
Ukraine trifft Fabrik für Raketentreibstoff
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine Anlage zur Herstellung von Raketentreibstoff in der russischen Region Rostow angegriffen. „Das Unternehmen stellt Feststoffraketentreibstoff für Mehrfachraketenwerfer sowie für eine Reihe von Raketensystemen und luftgestützten Waffensystemen her“, teilte das ukrainische Militär auf Telegram mit. Rostow liegt im Süden Russlands und grenzt an die Ukraine.
Riesiges Logistikzentrum bei Moskau steht in Flammen
Angriffe aus der Ukraine treffen zunehmend auch die russische Logistikinfrastruktur rund um Moskau. Ein großes Logistikzentrum des russischen Onlinehändlers Wildberries ist in der Nacht zum Sonntag im Moskauer Umland in Brand geraten. Das Lager im Ort Koledino, rund 40 Kilometer vom Kreml entfernt, gilt mit einer Fläche von mehr als 200.000 Quadratmetern als der zweitgrößte Standort des Unternehmens.
In sozialen Netzwerken verbreitete Videos sollen zeigen, wie Drohnen das Gelände treffen. Anschließend sind Flammen und große Rauchsäulen über dem Komplex zu sehen. Wie groß die Schäden sind und welche Teile des Lagers betroffen sind, ist zunächst unklar.
Bürgermeister: Ukraine greift Moskau mit 600 Drohnen an
Die Ukraine hat die Region der russischen Hauptstadt nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin in der Nacht mit rund 600 Drohnen angegriffen. Davon seien 201 in der Region Moskau von der Luftabwehr zerstört worden, schrieb Sobjanin auf der Plattform Telegram. Die meisten Drohnen seien bereits vorher beim Anflug auf die Region abgewehrt worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass den Bürgermeister.
Der ukrainische Angriff auf Moskau schien eine der größten bisherigen Angriffswellen Kiews zu sein. Ende Juli etwa berichteten russische Behörden von 390 Drohnen in einer Nacht, Anfang Juli waren es 452 gewesen.
Bürgermeister: 130 Drohnen in Region Moskau abgewehrt
Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin schrieb in der Nacht bei Telegram, die Luftabwehr der Hauptstadtregion habe Dutzende Drohnen abgewehrt. Einsatzkräfte seien an den Absturzstellen der Trümmer im Einsatz. Es gebe drei Verletzte. Der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge wurden insgesamt mehr als 130 Drohnen abgewehrt.
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