Nachdem die WSG Tirol seit Ende März in fünf Bundesliga-Spielen en suite saisonübergreifend ungeschlagen (2S, 3U) blieb, erwischte es sie heute. Bei der 0:3-Niederlage gegen den FC Red Bull Salzburg gerieten die Semlic-Schützlinge durch den frühen Doppelschlag der Roten Bullen früh auf die Verliererstraße und warten damit nach drei Runden in der laufenden Spielzeit auf den ersten Dreier (1U, 2N). Am kommenden Wochenende haben die Tiroler Pause, da das Auswärtspiel bei der Wiener Austria wegen deren Conference-League-Play-off auf den 2. September verlegt wurde. Vorab Wattener Wortspenden!

Bittere Niederlage für Marc Striednig bei seinem Bundesliga-Startelf-Debüt. Der 20-jährige Sommerneuzugang der WSG Tirol kam vom FC Liefering und wurde in der AKA der Salzburger ausgebildet.
„Wenn du fünf Top-Chancen und einen Elfmeter hast, dann musst du einfach ein Tor machen gegen Salzburg“
Philipp Semlic, Cheftrainer WSG Tirol über…
…das Spiel:
„Dass der Sieg von Red Bull Salzburg verdient ist, darüber brauchen wir nicht reden. Herzlichen Glückwunsch dafür. Aber unsere Mannschaft hat es in der ersten Halbzeit schon sehr gut gemacht. Wenn du so viele Chancen hast, ich glaube fünf Top-Chancen und einen Elfmeter, dann musst du einfach ein Tor machen gegen Salzburg, um auf eine Siegerstraße zu kommen oder zumindest eine Chance zu bekommen.
Das haben wir leider nicht geschafft und wir trauern dem ein bisschen nach, ich muss aber trotzdem sagen, dass die Jungs super gespielt haben. Es ist in Ordnung, wir sind auf einem Weg, wo sich die Mannschaft entwickelt, wissen aber schon auch, dass wir das eine oder andere noch dazu brauchen, um unser großes Ziel zu erreichen.“
„Wir müssen nur die Kirche im Dorf lassen“
…ob er schon nervös wird aufgrund der Transfersituation:
„Nein, das bin ich nicht. Ich kenne den Verein, den habe ich lieben gelernt die letzten zweieinhalb Jahre. Wir müssen nur die Kirche im Dorf lassen. Dass dieses Transferfenster für uns schwierig ist, haben wir schon ein paar Mal gesagt, aber der Sportdirektor hat vollstes Vertrauen und wir sind permanent im Austausch, dass wir in den richtigen Dingen etwas machen.“
…einen mögliche Rückholaktion vom vereinslosen Matthäus Taferner:
„Unser Sportdirektor hat da mein vollstes Vertrauen. Wir sind auch mit dieser Personalie im Austausch, aber es hilft nichts, hier Kaffeesatz-Leserei an den Tag zu legen. Wir müssen Nägel mit Köpfen machen und das dann auch dementsprechend kommunizieren, damit bin ich in der Vergangenheit immer gut gefahren und so werde ich auch weitermachen.“

Betretene Mienen nach Spielende bei Husein Balić und der WSG Tirol nach der zweiten Saisonniederlage innerhalb einer Woche und vor allem ob der vergebenen, vielen Torchancen.
„So viele Chancen, um Tore zu erzielen, hat man selten gegen Salzburg“
Lukas Hinterseer (Kapitän WSG Tirol) über…
…das Spiel:
„Es war alles möglich. Was klar ist: Wenn du gegen Salzburg punkten willst, dann waren die Möglichkeiten da. Die musst du dann nutzen. Ich glaube, so viele Chancen, um Tore zu erzielen, hat man selten gegen Salzburg. Im Gegenzug dazu hatte Salzburg, gerade in der ersten Halbzeit, nach ein, zwei Aktionen auf einmal das 2:0.
Das ist halt die Qualität, warum Salzburg Salzburg ist und warum wir bei der WSG da sind, wo wir aktuell sind. Aber wir müssen weitermachen. Es waren gute Ansätze da, wir sind wieder marschiert, haben uns heute leider nicht belohnt. Gerade ich mit meinen zwei Aktionen. Und wenn du kein Tor schießt, dann ist es schwer gegen Salzburg. Man ist da, wo man ist.“
…die aktuelle Lage der WSG:
„Aktuell haben wir zwei Spiele hintereinander verloren, aber wir sind immer noch früh in der Saison. Wir sind schon ordentlich mit dem Sturm-Spiel gestartet, haben dann aber auch unsere Themen, die wir angesprochen haben, gerade im defensiven Bereich. Natürlich hatten wir jetzt auch ein schwieriges Programm, aber trotzdem haben wir sehr viele Tore bekommen.
Daran werden wir weiterhin arbeiten. Ich glaube, es wird sicher noch ein, zwei, drei Sachen im Transferfenster passieren, aber das soll keine Ausrede sein. Wir werden weiterarbeiten, weiter alles probieren, und nächste Woche ist schon die nächste Chance.“
„Es läuft in eine gute Richtung, auch wenn die Ergebnisse jetzt nicht stimmen“
Salko Hamzić (Torhüter WSG Tirol) nach der Niederlage:
„Wir müssen einfach zusammenhalten. Wir brauchen sicherlich noch ein paar Spiele, Zeit miteinander, damit es besser wird. Aber ich denke, dass es in eine gute Richtung läuft, auch wenn die Ergebnisse jetzt nicht stimmen.“
Siehe auch:
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Statement-Quelle: Sky Sport Austria
Fotocredit: Gepa-Admiral