In eineinhalb Jahren, voraussichtlich im Jänner 2028, werden die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher regulär an die Wahlurnen gerufen, um den Landtag neu zu bestellen. Einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) zufolge bliebe die Volkspartei weiter auf Platz eins, wenngleich sie gegenüber der Wahl 2023 erneut an Stimmen einbüßen musste. In der Sonntagsfrage liegt die Partei bei 35 Prozent, 2023 hatte sie noch 39,9 Prozent erreicht.

Die Freiheitlichen können unterdessen weiter zulegen. Hatte die Partei von Udo Landbauer 2023 noch 24,2 Prozent der Stimmen erreicht, so liegt sie in der IFDD-Sonntagsfrage nunmehr bei 30 Prozent. Auf Platz drei landet in der Umfrage die SPÖ mit 19 Prozent (2023: 20,7 Prozent), dahinter die Grünen (9 Prozent, 2023 7,6 Prozent) und NEOS (5 Prozent, 2023 6,7 Prozent). Der Landtag würde demzufolge auch weiterhin aus fünf Parteien bestehen, wobei NEOS erneut der Klubstatus verwehrt bliebe. Freiheitliche und SPÖ kommen in der Umfrage auf 49 Prozent und könnten damit eine hauchdünne Mehrheit im Landtag haben. Damit verbunden könnten Rot und Blau theoretisch auch den Landeshauptmann oder die Landeshauptfrau stellen.

ÖVP-FPÖ-Koalition schneidet am besten ab

Von den Wählerinnen und Wählern am meisten gewünscht wird allerdings – weiterhin – eine schwarz-blaue Zusammenarbeit. 35 Prozent sprechen sich in der IFDD-Umfrage für diese Koalitionsvariante aus, gefolgt von ÖVP und SPÖ (32 Prozent) und FPÖ und SPÖ (8 Prozent). 25 Prozent machten keine Angabe. Mit der bisherigen Arbeit von ÖVP und FPÖ zeigen sich übrigens elf Prozent „sehr“ und 49 Prozent „eher zufrieden“. „Eher nicht“ beziehungsweise „gar nicht zufrieden“ sind 18 beziehungsweise 17 Prozent.

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

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APA/HELMUT FOHRINGER

In der fiktiven Landeshauptmann- beziehungsweise Landeshauptfrau-Direktwahl schneidet übrigens Amtsinhaberin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) klar am besten ab. 40 Prozent würden sie direkt wählen, gefolgt von ihrem FPÖ-Stellvertreter Udo Landbauer (30 Prozent) und SPÖ-Landesrat Sven Hergovich (20 Prozent). Für Grünen-Chefin Helga Krismer würden 6, für NEOS-Vorsitzende Indra Collini 4 Prozent abstimmen.

Durchgeführt wurde die Umfrage zwischen 27. Juli und 7. August, insgesamt wurden 400 Personen telefonisch sowie 698 online befragt. Für die Gesamtstichprobe beträgt die maximale Schwankungsbreite plus bzw. minus drei Prozentpunkte, bei der Sonntagsfrage 3,4 Prozentpunkte.