Trainerbeben am heutigen Montag in der Steiermark. Erst wurde heute Vormittag bei Bundesligist GAK 1902 nach dem 0:8-Debakel auswärts gegen den SK Rapid Cheftrainer Ferdinand Feldhofer entlassen, Ligaportal berichtete, nun vermeldet auch 2. Ligist KSV 1919 eine Veränderung auf der Kommandobrücke. Michael Liendl steht erstmals als Cheftrainer einer Profimannschaft an der Seitenlinie. Der 40-Jährige übernimmt ab sofort bei den Kapfenbergern die Verantwortung für die Profis und folgt beim derzeit Tabellenletzten damit auf Vladimir Petrovic.

Michael Liendl (r.) mit Geschäftsführer Robert Schäfer.
Bundesliga-Debüt als Profi bereits beim KSV 1919
Petrovic hatte das Amt seit September 2025 inne. Unter seiner Führung starteten die „Falken“ mit drei Niederlagen in die laufende Saison der 2. Liga. Dabei kassierte Kapfenberg acht Gegentreffer und erzielte selbst zwei Tore.
Für Michael Liendl, der als Aktiver bei seinen 300 Bundesligapsielen sein Debüt in der Saison 2008/2009 beim KSV 1919 gab und bisher die 2. Mannschaft der Kapfenberger betreute, bedeutet der interne Aufstieg den ersten Cheftrainer-Posten im Profifußball.
Der 40-jährige, gebürtige Grazer, der in seiner Profikarriere als Spieler ob seiner technischen Fähigkeiten als Spielmacher liebevoll „Alpen-Maradona“ genannt wurde, soll nun die sportlichen Geschicke des derzeitigen Tabellenletzten übernehmen.
„Wir haben viele talentierte Spieler, die ich bestmöglich mit meiner Erfahrung unterstützen will“
KSV 1919-Neo-Cheftrainer Michael Liendl:
„Das ist für mich eine tolle neue Herausforderung. Wir haben viele talentierte Spieler, die ich bestmöglich mit meiner Erfahrung unterstützen will. Jetzt gilt es einmal, alle kennenzulernen, mir ein Bild zu machen. Wir haben aber noch 27 Spiele vor der Brust! Da ist noch nichts verloren.“
Am kommenden Freitag (18:30 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) gastieren die Kapfenberger in Maxglan bei Austria Salzburg.
Siehe auch Ligaportal-Interview mit Michael Liendl im Sommer 2023:
Michael Liendl: „Meine Karriere war beim KSV auf des Messers Schneide“
Fotocredit: KSV 1919