Runde 3 der Bundesliga-Saison 2026/27 war spektakulär und hatte persönliche Bestmarken sowie historische Statistiken zu bieten. Vom klaren Erfolg des SK Rapid bis zur anhaltenden Ungeschlagen-Serie vom SK Sturm Graz. Früh in der neuen Spielzeit gab es außerdem die erste Trainerentlassung mit Ferdinand Feldhofer beim GAK 1902. Alle vier ab dieser Woche im Europacup-Play-off-Einsatz befindlichen Klubs feierten gelungene Generalproben. Vier Heim- und zwei Auswärtssiege gab es, und erstmals kein Remis. Dazu 22 Tore, wobei das weiter makellose Führungs-Duo SK Rapid & LASK mit 12 über die Hälfte beisteuerte.

Dream-Team! Samuel Adeniran und Moses Usor waren im OÖ-Duell von der SV Ried nicht unter Kontrolle zu bringen. Der LASK rockt weiter in dieser Saison und fegte nach dem 3:0 gegen den GAK 1901 auch im zweiten Bundesliga-Heimspiel mit 4:1 über die Innviertler weg. 

LASK vs. SV Ried: Adeniran und Usor prägen den 4:1-Erfolg

LASK – SV Oberbank Ried 4:1

Samuel Adeniran setzte im ewig jungen OÖ-Duell seine beeindruckende Torserie fort: In mittlerweile sechs Bundesliga-Einsätzen hintereinander war der athletische Amerikaner jeweils unmittelbar an einem Treffer beteiligt. Insgesamt stehen dabei sieben Tore und eine Vorlage zu Buche. Besonders treffsicher präsentiert sich der 27-Jährige in der laufenden Saison, in der der 1,93-Meter-Mann in zwei der drei bisherigen Partien jeweils doppelt traf. Siehe auch aktuelle Bundesliga-Torschützenliste.

Auch der wiedergenesene Moses Usor, erstmals in dieser Saison in der Startelf rückte beim LASK-Erfolg ins Rampenlicht. Der 24-jährige Nigerianer war erstmals in seiner Bundesliga-Laufbahn in einer Partie direkt an drei Treffern beteiligt – mit einem eigenen Tor und zwei Assists.

Christoph Lang erzielte seinen 21. Bundesliga-Treffer. Zehn davon gelangen dem 24-jährigen Steirer inzwischen im Trikot des LASK, während der Offensivakteur für den SK Rapid, TSV Hartberg, die SV Ried und den SK Sturm Graz insgesamt elfmal erfolgreich war.

Für SV Ried-Akteur Pape Sissoko war es im dritten Bundesliga-Spiel zugleich eine Premiere: Sein erster Schuss aufs Tor führte erstmals zu einem Treffer.

Athletiker-Abwehrspieler Andrés Andrade war in der laufenden Bundesliga-Saison bereits an zwei Toren direkt beteiligt. Damit nähert sich der Nationalspieler und WM-Teilnehmer von Panama seinem bisherigen Saisonbestwert von drei Scorerpunkten, den er 2024/25 und 2025/26 erreichte.

Austria Lustenau vs. WAC: Debüt mit Doppelpack und ein neuer Torrekord

SC Austria Lustenau – RZ Pellets WAC 2:1

Der 21-jährige deutsche Angreifer Antonio Verinac (Foto) schrieb beim Aufsteiger eine Vereinsbestmarke: Noch keinem Lustenauer Spieler war zuvor bei seinem Startelfdebüt in der Bundesliga ein Doppelpack gelungen.

Beim WAC sorgte Giacomo Vrioni ebenfalls für eine besondere Marke. Nach drei Einsätzen für die Kärntner hält der 27-jährige Stürmer bereits bei vier Bundesliga-Toren (zwei per Elfer). Damit übertraf der in Italien geborene albanische Nationalspieler den bisherigen WAC-Bestwert für die ersten drei Bundesliga-Spiele: Christopher Wernitznig und Shon Weissman hatten in diesem Zeitraum jeweils dreimal getroffen.

Austria-Sommerneuzugang Dominik Weixelbraun sammelte in seinem dritten Bundesliga-Spiel für Lustenau bereits seine zweite direkte Torbeteiligung. Bei seinen ersten neun Bundesliga-Auftritten für den SK Rapid in der Vorsaison war dem früheren SKU Amstetten-Profi hingegen noch keine solche Beteiligung gelungen.

Auch WAC-Offensivakteur Donis Avdijaj präsentiert sich in dieser Saison als Vorlagengeber: Zwei Assists stehen nach den ersten drei Runden zu Buche. Damit hat der in Deutschland geborene Nationalspieler des Kosovo bereits ebenso viele Torvorlagen gesammelt wie in der gesamten vergangenen Saison beim WAC, in der der der 29-Jährige 24 Bundesliga-Spiele absolvierte.

Eine bemerkenswerte Serie hält zudem in den direkten Duellen an: Austria Lustenau erzielte auch im zehnten Bundesliga-Spiel gegen den WAC zumindest einen Treffer. Damit ist der WAC der einzige aktuelle Bundesligist, gegen den die Vorarlberger in jeder bisherigen Bundesliga-Partie getroffen haben.

Sturm Graz baut beeindruckende Ungeschlagen-Serie aus

SK Puntigamer Sturm Graz – SCR Altach 1:0

SK Sturm-Spieler Seedy Jatta (Foto) hat in jeder seiner vier Bundesliga-Saisonen getroffen. Sein zwölfter Treffer in der höchsten Spielklasse war zugleich erst sein zweiter als Einwechselspieler.

Sommerneuzugang Simon Seidl steuerte bereits seinen dritten Assist in der laufenden Saison bei. Damit fehlt dem 23-jährigen Kuchler nur noch eine Torvorlage, um seine persönliche Bundesliga-Bestmarke aus der Vorsaison beim FC Blau-Weiß Linz einzustellen.

Beim SCR Altach ragte Patrick Greil statistisch heraus: Der 29-jährige Salzburger war an fünf der zehn Schüsse seiner Mannschaft unmittelbar beteiligt, wobei zwei eigene Abschlüsse und drei Vorlagen auf sein Konto gingen. Allerdings ließ der Unterschiedsspieler der Vorarlberger vor der Pause eine Mega-Möglichkeit aus, als er allein vor Keeper Khudyakov den Ball über das Tor schoss. 

Das 17-jährige „Blackies-Talent“ Luca Weinhandl verbuchte 13 Ballgewinne und damit den Höchstwert aller Spieler in der dritten Runde.

Für Sturm setzte sich mit dem 1:0 zudem eine bemerkenswerte Serie fort. Saisonübergreifend blieb der Klub zum 16. Mal in Folge in der  Bundesliga ungeschlagen (letzte Niederlage am 14. Februar bei der WSG Tirol auswärts). Die Bilanz dieser Serie lautet acht Siege und acht Unentschieden. Eine längere derartige Serie gab es beim Vizemeister zuletzt 1997/98, als die Grazer 19 Bundesliga-Spiele ohne Niederlage blieben.

Anm.: Auf das unschöne Thema um den Spielerstreik von Yann Massombo haben wir in dieser Rubrik bewusst verzichtet. Bei Interesse siehe HIER!

Austria Wien: Zwei Premieren und eine bemerkenswerte Assist-Serie

TSV Egger Glas Hartberg – FK Austria Wien 0:2

Das 18-jährige FAK-Talent Daniel Nnodim (im Bild mit Routinier Reinhold Ranftl) musste nicht lange auf sein erstes Bundesliga-Tor warten. In seinem dritten Spiel führte bereits sein erster Schuss zum ersten Treffer für den in Wien geborenen Deutschen.

Auch dem deutschen Angreifer Julian Hettwer gelang im dritten Bundesliga-Einsatz die Torpremiere – beim 23-jährigen Bochumer fiel der Treffer nach dem sechsten Schuss.

Lee Tae-Seok verbuchte seinen fünften Assist in der Bundesliga. Bemerkenswert dabei: Jede seiner fünf Vorlagen gab der 24-jährige Südkoreaner, der bei der WM in den USA zu zwei Einsätzen kam, in einem Auswärtsspiel.

Eine persönliche Serie setzt Manfred Fischer fort. In jeder seiner mittlerweile neun Bundesliga-Saisonen gelang dem 31-jährigen Austria-Kapitän zumindest eine Torvorlage.

Der Wiener Oliver Lukic im Dress des TSV Hartberg dominierte die Zweikämpfe und gewann zwölf davon. Das war der Bestwert der gesamten dritten Runde.

Rote Bullen siegen in Tirol – Konaté mit besonderer WSG-Bilanz

WSG Tirol – FC Red Bull Salzburg 0:3

Karim Konaté (im Foto beim Torjubel mit Kitano & Barry) erzielte seinen 34. Bundesliga-Treffer. Sechs davon gelangen dem 22-jährigen Ivorer gegen die WSG Tirol – genauso viele wie gegen den TSV Hartberg. Damit zählt die WSG zu jenen Gegnern, gegen die der Bundesliga-Torschützenkönig der Saison 2023/24 am häufigsten erfolgreich war.

Dem 23-jährigen Deutschen Frans Krätzig vom FC Red Bull Salzburg gelang erstmals in einem Bundesliga-Spiel sowohl ein Tor als auch eine Torvorlage. Sein japanischer Mitspieler Sōta Kitano erhöhte sein Bundesliga-Torkonto auf sieben Treffer. Fünf davon erzielte der seit vergangenen Donnerstag 22-jährige Japaner auswärts. Zudem traf der Nationalspieler seines Landes zum zweiten Mal in seiner Bundesliga-Laufbahn als Joker.

Salzburgs Stürmer Yorbe Vertessen steuerte seinen fünften Assist in der Bundesliga bei. Zwei seiner fünf Vorlagen gelangen dem 25-jährigen Belgier gegen die WSG Tirol.

Aufseiten der Tiroler war Routinier Lukas Hinterseer an der Mehrzahl der eigenen Abschlüsse beteiligt. Von den 14 WSG-Schüssen gingen vier selbst auf sein Konto, zusätzlich lieferte der 35-jährige Stürmer drei Vorlagen.

Drei, nein, vier Treffer waren es sogar auf einen Schlag von Tonni Adamsen. Danish Dynamite im Torrausch mit dem SK Rapid gegen überforderte Grazer Athletiker.

SK Rapid mit historischem Kantersieg gegen den GAK

SK Rapid – Grazer AK 1902 8:0

Ercan Kara traf auch in seiner sechsten Bundesliga-Saison. Beim deutlichen Erfolg gegen den GAK 1902 gelang dem 30-jährigen Wiener zudem sein fünfter Mehrfachpack in der höchsten Spielklasse. Sein bislang letzter war im Oktober 2021 gegen den LASK zustande gekommen. Erstmals in seiner Karriere erzielte der 1,92-Meter-Mittelstürmer dabei beide Treffer bereits vor der Pause.

Der 31-jährige Däne Tonni Adamsen erweist sich als Volltreffer-Sommerneuzugang der Hütteldorfer und setzte mit vier Toren ein besonderes Ausrufezeichen. Einen Viererpack hatte ein Rapid-Spieler in der Bundesliga zuletzt im November 2010 erzielt, als Hamdi Salihi gegen den LASK viermal erfolgreich war.

Mitspieler Yusuf Demir beendete ebenfalls eine längere Durststrecke. Der 23-jährige Wiener traf erstmals seit dem 4. September 2022 wieder in der Bundesliga; damals war der SCR Altach sein Gegner. Von seinen insgesamt neun Bundesliga-Toren erzielte der Filigrantechniker acht nach der Pause.

Der GAK 1902 kassierte nach drei Spieltagen bereits zwölf Gegentore. So viele Treffer hatte ein Team zuvor nach den ersten drei Saisonspielen lediglich 2014/15 beim SC Wiener Neustadt hinnehmen müssen.

Für Rapid war der 8:0-Erfolg (siehe auch: 8:0 des SK Rapid vs. GAK 1902 in Top Ten der höchsten Bundesliga-Siege) schließlich der höchste Bundesliga-Sieg seit dem 27. September 1985. Damals hatten die Hütteldorfer ebenfalls gegen den Grazer Athletiker mit 10:0 gewonnen. Aus der gestrigen Demütigung und Demontage zogen die Steirer tags darauf die Konsequenzen und entließen Cheftrainer Ferdinand Feldhofer, siehe Beitrag: 

Nach 0:8-Debakel beim SK Rapid: GAK 1902 trennt sich von Trainer Feldhofer.

Der 46-jährige Vorauer, zuvor in der heimischen Bundesliga auch Coach beim SK Rapid (29.11.2021 – 16.10.2022; Punkteschnitt: 1,5) und WAC (01.01.2020 – 14.03.2021; Punkteschnitt: 1,57), hielt sich immerhin beim „Rotjacken-Rodeo“ nahezu eineinhalb Jahre „im Sattel“, stand vom 24. März 2025 bis heute in 46 Pflichtpartien (Punkteschnitt: 1,2) beim GAK an der Seitenlinie und sicherte dem Klub zweimal den Klassenerhalt.

Siehe auch:

Bundesliga 2026/27: Wähle den „Interwetten“ Spieler der Runde 3!

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