1.500 Folgen Nachmittagstalk

So sah Moderatorin Bärbel Schäfer früher aus

Aktualisiert am 18.08.2026 – 02:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Bärbel Schäfer zu Gast in der "NDR Talk Show" im Januar 2026.Vergrößern des Bildes

Bärbel Schäfer zu Gast im Januar 2026: Auch heute arbeitet sie noch als Moderatorin. (Quelle: APress/imago-images-bilder)

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In den 1990er-Jahren waren Talkshows aus dem deutschen Fernsehen nicht wegzudenken. Eine war jene von Bärbel Schäfer. Die Moderatorin hat sich seitdem optisch ein wenig verändert.

Betrogene Frauen und die Affären ihrer Männer oder Tattoo-Süchtige und ihre schockierten Eltern: Bei „Bärbel Schäfer“ saßen sich oft Gäste gegenüber, bei denen das Drama programmiert war. Insgesamt 1.500 Sendungen lang moderierte Bärbel Schäfer ihre gleichnamige Talkshow. Die gebürtige Bremerin mit der blonden Kurzhaarfrisur flimmerte jeden Nachmittag unter der Woche bei RTL über die Bildschirme.

Aber wie kam es überhaupt dazu? Schäfer wurde 1963 in Bremen geboren. Nach dem Abitur am Gymnasium an der Parsevalstraße, das sie 1984 ablegte, ging sie nach Köln. Dort absolvierte sie eine Ausbildung zur Hotelkauffrau. Im Anschluss studierte sie Theater-, Film und Fernsehwissenschaften sowie Germanistik und Kunstgeschichte. Währenddessen führte sie bei der Deutschen Welle durch ein Magazin und machte ein Praktikum beim WDR. Danach moderierte sie dort ihre ersten TV-Sendungen.

„Herzensmensch“ verloren: Jahrelang schwieg Bärbel Schäfer über dieses DramaBärbel Schäfer im Jahr 1992: Damals wurde sie als feste Moderatorin für den WDR engagiert.Vergrößern des BildesBärbel Schäfer im Jahr 1992: Damals wurde sie als feste Moderatorin für den WDR engagiert. (Quelle: Horst Galuschka/imago)

Bei RTL bekam Bärbel Schäfer ihre eigene Talkshow

Durch „Sixteen“ und „U30“ wurde die Produktionsgesellschaft Creatv auf die gebürtige Bremerin aufmerksam, die nach einer jungen Moderatorin für einen Nachmittagstalk suchte. So wechselte Schäfer 1995 zu RTL, wo sie ihre eigene Talkshow erhielt – die wie damals üblich nach ihrer Moderatorin benannt wurde. Das Motto der Sendung: „Jung, frech und direkt“.

Zu Gast waren in der Regel keine Promis, sondern ganz normale Menschen, die etwas Ungewöhnliches, Extremes oder sehr Emotionales erlebt hatten. Oft ging es um Beziehungsdramen oder Provokation, nicht selten saßen sich zwei Gegenpole gegenüber. Private Streitigkeiten wurden öffentlich ausgetragen.

Bärbel Schäfer moderierte ab 1996 ihre eigene Talksendung am Nachmittag.Vergrößern des BildesBärbel Schäfer moderierte ab 1996 ihre eigene Talksendung am Nachmittag. (Quelle: Horst Galuschka/imago)

Dazwischen die kurzhaarige Bärbel Schäfer mit dem dunkelroten Lippenstift, die empathisch, aber schlagfertig und unerschrocken moderierte. Sie scheute sich nicht davor, ihre Gäste direkt zu konfrontieren. Ihr Publikum band sie dabei als eine Art Richter ein: Schäfer hielt den Zuschauern oft das Mikrofon hin, sodass diese die Gäste ausbuhen oder ihnen applaudieren konnten.