Es sind dystopische Bilder: breite Flammenwände, verzweifelte Feuerwehrleute, Menschen, die aus ihren Ortschaften fliehen müssen.
In ganz Europa sind diesem Sommer verheerende Waldbrände ausgebrochen, teils sind sie immer noch nicht gelöscht. Die Folgen der Klimakrise – große Hitze, lang anhaltende Dürre – befeuern im wahrsten Sinne des Wortes das Geschehen. Mehr als 1700 Feuer wurden in diesem Jahr schon bis Mitte August in Europa laut des Europäischen Waldbrand-Informationssystems Effis gezählt: mehr als doppelt so viele wie im langjährigen Mittel.
Deutschland

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In der Eifel brannte es im Hürtgenwald. Es war der größte Waldbrand in der Geschichte NRWs.
Rund 1800 Menschen mussten evakuiert werden, am Sonntag erst wurde der Brand unter Kontrolle gebracht.
Im benachbarten Belgien brennt es dagegen immer noch.

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Belgien

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Dort ist das Naturschutzgebiet Hohes Venn betroffen.

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Das Löschen ist besonders schwierig, weil es sich um ein Torfmoor handelt.
Die Nachlöscharbeiten dürften lange dauern, denn der Torf kann unter der Oberfläche weiterglimmen. Scheinbar gelöschte Brände können dort auch nach Wochen oder Monaten wieder aufflammen.
Auch hier ist es der größte Waldbrand in der jüngeren Geschichte Belgiens. Die Flammen breiteten sich fast bis an die Grenze zu Deutschland aus, auch im Städtchen Monschau mussten Menschen ihre Häuser verlassen. Aktuell werden Anwohnende vor Rauchgasen gewarnt, zu riechen ist der Brand bis Frankfurt am Main und Köln.

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Frankreich

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Südlich von Bordeaux brachen letzte Woche neue Waldbrände in den ausgetrockneten Kiefernwäldern aus. 650 Menschen wurden evakuiert.

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Auch in Südfrankreich wüten Feuer und zerstören nicht nur tausende Hektar Wald, sondern auch Weinfelder, wie hier in der Region Var.
Frankreich litt in diesem Jahr besonders unter Bränden. Im feuchten Winter und Frühjahr spross die Vegetation, sie trocknete im Sommer extrem aus und wurde leicht entflammbar. Im Juli fraß sich ein riesiges Feuer durch großflächig mit Seekiefern bewachsene Gebiete in der Gironde und erzeugte durch die aufsteigende heiße Luft sogar eigene Gewitterwolken. Es vernichtete bis zum Ende des Monats 42.000 Hektar Wald. Im ganzen Land sind inzwischen mehr 125.000 Hektar verbrannt, über 200.000 Menschen mussten zwischenzeitlich ihre Häuser verlassen.

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Spanien

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In der nordöstlichen spanischen Provinz Aragon schöpft ein Helikopter Löschwasser aus einem Pool. Im August waren dort mehrere Großfeuer ausgebrochen.

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Auch im chronisch brandgefährdeten Galicien flammt es immer wieder auf. Die Brände werden jedoch oft schnell unter Kontrolle gebracht.
Auf der iberischen Halbinsel könnte dieses Jahr ein Rekordjahr werden. Satellitendaten zeigen, dass schon jetzt in Spanien über 275.000 Hektar Flächen verbrannt sind. Nach verheerenden Bränden rund um Madrid im Juli brach im August ein Großfeuer in Huelva aus, das 40.000 Hektar verschlang.
Urlaub in Flammen „Plötzlich ging alles rasend schnell“
Als Ursache für die prekäre Lage gilt in Spanien neben dem Klima auch die Landflucht: Die traditionelle Beweidung mit Schafen und Ziegen geht zurück und die Landschaft verbuscht. Das bietet dem Feuer leicht brennbares Material.

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Wales und England

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Bei Ebbw Vale gibt es die schwersten Waldbrände von Wales, die zudem schwer zu löschen sind: Torfschichten brennen unter der Oberfläche weiter.

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Vor wenigen Tagen brach bei Stourbridge in Mittelengland ein Feuer aus, das 19 Häuser komplett zerstörte.
In England und Wales wurden seit Jahresbeginn laut der britischen Behörden mehr als 1100 Brandherde aufgezeichnet – ein Rekord für diesen Zeitraum. In Wales kämpft das Militär gegen die Feuer. Das Geschehen versetzt das Land in Aufruhr: Premierminister Andy Burnham bezeichnete das Vereinigte Königreich als „Zunderbüchse“ und kündigte erstmals die Anschaffung von Löschflugzeugen an.

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Kroatien

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Dramatische Flammen in der Nähe der kroatischen Küstenstadt Omiš (bei Split).

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Mehrere Autos brannten aus, Gebäude wurden zerstört.
Angetrieben von starkem Wind breitete sich in den vergangenen Tagen an der kroatischen Adriaküste ein dramatisches Feuer aus. Teile von Omiš waren zeitweise ohne Strom, die Küstenstraße gesperrt. Es gab mindestens einen Toten, mehrere Personen mussten in Split mit teilweise schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Viele Touristen wurden in Notunterkünften untergebracht.

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Griechenland

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Einsatz der Feuerwehr auf der Kykladen-Insel Skyros …

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…. ein zerstörtes Haus auf der Insel Salamis im Saronischen Golf vor Athen.
Dort mussten Hunderte Einheimische und Touristen aufs Festland fliehen. Griechenland gehört immer wieder zu den Ländern, in denen Waldbrände besonders wüten.

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Eine verheerende Sommerbilanz: In ganz Europa verbrannten in diesem Jahr bis Mitte August fast 600.000 Hektar Land, mehr als doppelt so viel wie im langjährigen Mittel. Das entspricht der Fläche des gesamten Schwarzwalds.