Beim 47. Meeting von Rimini steht auch das Heilige Land im Mittelpunkt. Die Fondazione Terra Santa bringt vom 21. bis 26. August Begegnungen, Konzerte und kulturelle Initiativen in die Adria-Stadt. Im Fokus stehen die christlichen Gemeinden des Nahen Ostens und die Frage, wie trotz Krieg und Leid Hoffnung und Frieden bewahrt werden können.
„Mütter für den Frieden“ war der Titel der Auftakt-Veranstaltung beim Katholikentreffen in Rimini. Sie war Geschichten für Versöhnung und Dialog gewidmet: denen von Layla al-Sheik, …
Silvia Kritzenberger – Vatikanstadt
Das Heilige Land ist eines der zentralen Themen des 47. Meetings für die Freundschaft unter den Völkern in Rimini. Das Katholikentreffen findet vom 21. bis 26. August unter dem Leitwort statt „L’amor che move il sole e l’altre stelle“ statt (Die Liebe, die die Sonne und die anderen Sterne bewegt). Papst Leo wird die Teilnehmer des Meetings am Nachmittag des 22. August in der Adria-Stadt treffen.
Die „Fondazione Terra Santa“ ETS ist mit einem Stand im Pavillon C5 sowie mit zahlreichen Veranstaltungen vertreten. Vorgestellt werden unter anderem die Zeitschrift Terrasanta, das Nachrichtenportal Terrasanta.net – sowie Bücher und Projekte zur Unterstützung der christlichen Gemeinden im Nahen Osten.
Katholikentreffen in Rimini: Das Programm
Den Auftakt bildet am 21. August ein Konzert des „Yasmeen Choir“ im Teatro Galli. Der Jugendchor des „Magnificat Institute“ in Jerusalem, einer Musikschule der Kustodie des Heiligen Landes, eröffnet damit das Meeting.
In den folgenden Tagen stehen unter anderem die Lage im Libanon, der israelisch-palästinensische Konflikt und die Situation der Christen im Heiligen Land auf dem Programm. Am 24. August sprechen Pater Francesco Ielpo OFM, Kustos des Heiligen Landes, und Pater Gabriel Romanelli, Pfarrer der einzigen römisch-katholischen Gemeinde in Gaza, über die Bedeutung des Heiligen Landes. Am selben Tag wird sich Pater Ielpo den Fragen von Studenten zur Situation der christlichen Gemeinden stellen und mit ihnen die Folgen des Krieges sowie die Gründe für Hoffnung erörtern.
Am 26. August wird Kardinal Pierbattista Pizzaballa, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, mit jungen Menschen über die Situation in Jerusalem und die Zukunft der Region sprechen. Am selben Tag wird es auch um die Hoffnung auf einen Wiederaufbau im Libanon gehen. Zu den Gesprächspartnern gehört der italienische Außenminister Antonio Tajani.
„Bleiben und bewahren“
Für Pater Ielpo lässt sich die heutige Präsenz der Christen im Heiligen Land mit zwei Verben beschreiben: „bleiben und bewahren“.
Bleiben bedeute, das Schicksal der Menschen zu teilen, denen die Kirche anvertraut ist, und die Gemeinden auch in schwierigen Zeiten nicht aufzugeben. Bewahren bedeute, eine Hoffnung zu schützen, die nicht von schnellen politischen oder gesellschaftlichen Erfolgen abhängt, sondern vom Glauben an die Auferstehung Christi.
Eine Kirche, die bleibt – trotz Unsicherheit und Krieg
Deshalb setze die Kirche ihre tägliche Arbeit fort: Sie unterhält Schulen, unterstützt Familien, Kinder, ältere Menschen und Arme und hält am Gebet fest. Und sie versucht auch, all die kleinen Zeichen des Dialogs und der Begegnung zu bewahren, die man angesichts des Konflikts leicht übersieht. „Wir sind gerufen, an einer verlässlichen Hoffnung und der Möglichkeit geschwisterlichen Miteinanders festzuhalten – und jene kleinen Keime des Dialogs zu pflegen, die trotz allem fortbestehen. Sie machen zwar nur selten Schlagzeilen, halten aber die Tür für den Frieden offen,“ so Pater Ielpo.
Mit ihren Veranstaltungen in Rimini will die „Fondazione Terra Santa“ nicht nur über die Krise im Heiligen Land informieren, sondern auch von einer Kirche erzählen, die trotz Krieg und Unsicherheit bleibt, dient und die Hoffnung bewahrt.
(vaticannews – skr)