APA/HARALD SCHNEIDER

Ein Wiener überraschte einen fremden Mann beim Durchwühlen seines Motorboots auf der Donauinsel. Der Verdächtige flüchtete mit Bootsschlüssel und Kappe – seine auffällige Kleidung führte die Polizei schließlich bis zum Parkring.

Ein ungewöhnlicher Einbruch auf der Donauinsel in Wien-Donaustadt hat am Dienstag zu einer Fahndung quer durch Wien geführt. Ausgangspunkt war ein Motorboot, auf dem dessen 29-jähriger Besitzer einen fremden Mann bemerkte.

Laut Polizei soll der Unbekannte zuvor die Abdeckplane heruntergerissen und anschließend die Staufächer des Bootes durchsucht haben.

Bootsbesitzer erwischt Mann auf frischer Tat

Als der 29-Jährige den Mann zur Rede stellte und ankündigte, die Polizei zu verständigen, ergriff dieser laut Aussendung die Flucht.

Dabei soll er den Schlüssel des Motorboots sowie eine Kappe mitgenommen haben.

Der Bootsbesitzer konnte den Mann allerdings detailliert beschreiben – und vor allem dessen Kleidung erwies sich bei der anschließenden Fahndung als auffällig.

Rote Badehose und braune Fleecejacke

Der Tatverdächtige soll eine rote Badehose und eine braune Fleecejacke getragen haben.

Polizisten des Stadtpolizeikommandos Donaustadt und der Polizeidiensthundeeinheit leiteten daraufhin eine Fahndung ein.

Schließlich entdeckten die Einsatzkräfte einen Mann, auf den die Beschreibung passte – allerdings weit entfernt von der Donauinsel.

Der Verdächtige wurde am Parkring in der Wiener Innenstadt festgenommen.

Der 36-Jährige war dort laut Polizei mit einem Lastenfahrrad unterwegs. Bei ihm wurden auch die zuvor als gestohlen gemeldeten Gegenstände sichergestellt.

Verdächtiger behauptete, das Boot gehöre ihm

Bei seiner Vernehmung machte der 36-Jährige schließlich eine bemerkenswerte Angabe: Laut Polizei erklärte er, dass das Motorboot ihm gehöre.

Der rumänische Staatsangehörige wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt.