Der Iran hat mögliche Angriffe auf US-Militärziele in Europa geprüft, falls Präsident Donald Trump den Krieg weiter eskaliert. Dabei untersuchten iranische Streitkräfte nach Angaben von Regime-Insidern unter anderem Ziele in Bulgarien und Zypern. Dies berichtet die Financial Times unter Berufung auf Personen aus dem Umfeld der iranischen Führung.

US-Soldaten bei einer NATO-Übung in Novo Selo, Bulgarien (Symbolbild)
Vassil Donev/EPA/Keystone
In Bulgarien könnte demnach der Luftwaffenstützpunkt Bezmer betroffen sein, dessen Nutzung für amerikanische Tankflugzeuge Sofia im vergangenen Monat genehmigte. Auch Zypern gehöre zu den möglichen Zielen. Dort war im März ein britischer Luftwaffenstützpunkt von einer Drohne getroffen worden.
Teheran habe zudem Angriffe auf Unterwasser-Glasfaserkabel in der Strasse von Hormus geprüft. Die Revolutionsgarden hatten bereits gewarnt, dass jeder Stützpunkt, von dem aus iranisches Territorium angegriffen werde, als legitimes Ziel betrachtet werde.
Ein Insider erklärte zur möglichen Reaktion auf eine neue US-Offensive: «Sollten die USA zu weit gehen, wird der Iran sich um jeden Preis verteidigen, über die Region hinausgehen und auch Europa treffen.»