Blonde Frau mittleren Alters mit blondem Pony trägt Gesichtscreme mit dem Finger unter den Augen auf, schaut konzentriert in Richtung eines möglichen Spiegels

AUDIO: Mehr UV-Strahlung in Deutschland (1 Min)

Mehr blauer Himmel

Stand: 19.08.2026 15:48 Uhr

Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland, die Hauptursache ist die UV-Strahlung der Sonne. Die hat deutschland- und europaweit in den vergangenen Jahren zugenommen, teilt das Bundesamt für Strahlenschutz mit.

Sonnenbrille und Sonnencreme waren schon immer ratsam, sind es jetzt aber noch mehr: Um zehn bis zwanzig Prozent innerhalb von zehn Jahren hat die jährliche UV-Strahlung zugenommen, zeigt eine europaweite Studie unter Beteiligung des Bundesamts für Strahlenschutz. Gemeint ist dabei die Strahlung, die tatsächlich den Boden erreicht.

Europakarte mit satellitengestützter Darstellung der Veränderung der Globalstrahlung 2013–2022 (blau = Abnahme, rot/dunkelrot = starke Zunahme), überlagert mit Balkensymbolen an rund 40 UV-Messstationen, die die Veränderung der UV-Strahlung im gleichen Zeitraum zeigen. Die meisten Stationen in West-, Mittel- und Südeuropa zeigen rote Balken (Zunahme der UV-Strahlung), während einzelne Stationen in Skandinavien und Südwesteuropa graue Balken (kaum Veränderung) aufweisen. Die Karte selbst zeigt eine deutliche Zunahme der Globalstrahlung über weiten Teilen Mittel- und Südeuropas, insbesondere über den Alpen.

Besonders hoch fällt die Zunahme in Mittel- und Westeuropa aus. Die Analysen basieren auf Messungen von insgesamt vierzig präzisen Stationen auf dem gesamten Kontinent, kombiniert mit satellitengestützten Daten zur Globalstrahlung, an denen das vom Deutschen Wetterdienst betriebene europäische Zentrum Satellite Application Facility on Climate Monitoring (CM SAF) beteiligt war. An der Untersuchung haben insgesamt fünfzig Forschende aus 19 europäischen Ländern mitgewirkt.

Weniger Bewölkung durch Klimawandel

Als Grund für die Zunahme sehen die Forschenden die Abnahme der Bewölkung, unter anderem aufgrund des Klimawandels. In Regionen mit geringer Bewölkung und ohnehin hoher Strahlung, etwa in Spanien, blieb die UV-Belastung gleich oder hat leicht abgenommen. Veränderungen in der Ozonschicht würden keine große Rolle spielen. Vom Bundesamt für Strahlenschutz heißt es, im Zuge der Klimaanpassung müsse es auch einen besseren Schutz vor UV-Strahlung geben, etwa mehr Schatten durch Stadtgrün, das gleichzeitig auch vor Hitze schützt.

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