Nach dem folgenschweren Kabelbrand beim Stellwerk am Wiener Praterstern ist die Ursache jetzt geklärt. Laut ÖBB wurde bei Verkabelungsarbeiten offenbar die Isolierung einer neu verlegten Leitung beschädigt.
15.000 Volt Leitung
Konkret handelt es sich dabei angeblich um eine 15.000-Volt-Leitung im Bereich des Stellwerks Praterstern. Im Zuge des S-Bahn-Wien-Upgrades finden umfangreiche Verkabelungsarbeiten statt. In den engen Kabelschächten werden dabei unter anderem Hunderte Kabelstränge neu verlegt oder erneuert.
„Heute“ auf Google als bevorzugte Quelle festlegenHinzufügenSabotage ausgeschlossen
Einer dieser Kabelstränge wurde offenbar im Laufe der Arbeiten an der Isolierung beschädigt. Während der Sommersperre stand die betroffene Leitung nicht unter Spannung. Das Problem machte sich deshalb zunächst nicht bemerkbar. Beim Wiedereinschalten kam es schließlich zum Kurzschluss. Dieser soll den Kabelbrand ausgelöst haben. Damit schließen die ÖBB auch eine mutwillige Beschädigung oder einen Sabotageakt aus.
20 Kilometer Kabel beschädigt
Die Folgen des Brandes sind enorm. Laut ÖBB wurden rund 20 Kilometer Kabel beschädigt. Der Vorfall hat massive Auswirkungen auf den Zugverkehr auf der Wiener Schnellbahnstammstrecke. Diese zählt zu den wichtigsten Verkehrsadern der Ostregion. Sie verbindet den Norden mit dem Süden Wiens und führt weiter ins niederösterreichische Umland. Rund 250.000 Menschen sind dort täglich unterwegs.
Sperre dauert bis 2027
Auf der Stammstrecke zwischen Praterstern und Hauptbahnhof waren ab September ohnehin umfangreiche Modernisierungsarbeiten vorgesehen. Der dafür geplante Notfahrplan wird wegen der Brandschäden nun vorgezogen und gilt bereits jetzt. Für Fahrgäste bedeutet der Kabelbrand damit langfristige Folgen: Die Strecke zwischen Praterstern und Hauptbahnhof bleibt bis 2027 gesperrt.
{title && {title} } red, {title && {title} } 19.08.2026, 22:07