Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Putin äußert sich zu ukrainischen Angriffen
Aktualisiert am 19.08.2026 – 23:33 UhrLesedauer: 18 Min.
Eine Explosion an der Krim (Archivbild): Ukrainische Drohnen greifen immer wieder Russland an. (Quelle: X / @Osinttechnical/Social Media)
Kurz vor der Duma-Wahl müssen Russlands Autofahrer Schlange stehen. Putin muss die Effektivität ukrainischer Angriffe eingestehen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Kiew unter Raketenbeschuss
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko teilt mit, die ukrainische Hauptstadt werde von russischen Raketen angegriffen. Es habe in zwei Stadtteilen Kiews Treffer auf Nichtwohngebäude gegeben, von denen einige in Flammen stünden. Ein Reuters-Zeuge berichtet, er habe mehr als ein Dutzend Explosionen gehört. Es gab mindestens zwei Tote.
Putin äußert sich zu Schäden durch ukrainische „Terrorangriffe“
Kremlchef Wladimir Putin hat eingeräumt, dass ukrainische Drohnenangriffe Russland schaden, aber keine kritischen Folgen hätten. Logistik- und Lagerkapazitäten müssten wiederhergestellt werden – auch unter Beteiligung des Staats, sagte er bei einer Sitzung des Rats für strategische Entwicklung und nationale Projekte und wies die Regierung an, ein entsprechendes Programm zum Wiederaufbau zu verabschieden.
Eine Reihe von Faktoren wirke sich auf das Wirtschaftstempo aus, darunter auch äußerer Druck und „Terrorangriffe auf Industrie- und Infrastrukturobjekte“, sagte er. Die Dynamik der russischen Wirtschaft bezeichnete er als „bescheiden, aber positiv“. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts liege im Jahr 2026 bei etwa einem Prozent.
Russland überzieht die Ukraine seit knapp viereinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Als Teil seines Abwehrkampfes hat Kiew zuletzt seine Gegenangriffe im russischen Hinterland vor allem mit Drohnen ausgeweitet. Seit Wochen treffen ukrainische Drohnenangriffe immer wieder Logistikzentren des größten russischen Online-Versandhändlers Wildberries. Laut Experten sind dabei Milliardenschäden entstanden.
„Hoffen, dass Russland verstanden hat“: Nato schickt Putin eine deutliche Warnung
Kaliningrad bereitet der Nato schon länger Sorgen. Nun hat das Militärbündnis rund um die russische Exklave ihre Fähigkeiten präsentiert – und ein brandneues Spezialflugzeug. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Spritkrise ist zurück – Kreml reagiert
Das ölreiche Russland hat nach den Worten von Vizeministerpräsident Alexander Nowak mit dem Import von Kraftstoff begonnen. Zu den Mengen oder Herkunftsländern machte Nowak keine Angaben. Dem Kremlvertreter zufolge geht die Regierung in Moskau davon aus, dass mehrere Ölraffinerien nach planmäßigen Wartungsarbeiten in naher Zukunft den Betrieb wieder aufnehmen. Dann solle sich das Angebot an Russlands Tankstellen wieder verbessern.
Russland ist eigentlich Exporteur von Kraftstoffen. Zahlreiche ukrainische Angriffe auf Energieanlagen in Russland haben den vergangenen Monaten aber zu einem Rückgang der Raffinerieproduktion geführt. Dies löste bis Anfang Juli landesweit Engpässe bei Diesel und Benzin aus. Nach einer kurzen Entspannungsphase bildeten sich in den vergangenen Tagen wieder vielen Teilen Russlands Autoschlangen vor Tankstellen.

