Newsblog zur US-Politik
Trump kündigt „Wirtschaftskrieg“ gegen Teheran an
Aktualisiert am 20.08.2026 – 03:44 UhrLesedauer: 7 Min.
Trump droht dem Iran mit einem Wirtschaftskrieg. (Quelle: Jacquelyn Martin/AP/dpa/dpa-bilder)
Trump sendet scharfe Drohungen Richtung Teheran. In Florida hat eine Demokratin überraschend einen Sieg errungen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Iranische Medien: Trumps Drohung ist nichts Neues
Iranische Medien haben unbeeindruckt auf die Drohung des US-Präsidenten mit einem „Wirtschaftskrieg“ gegen das Land reagiert. Donald Trump habe schon zuvor wiederholt vom angeblich unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Irans und von Schlägen historischer Dimension gesprochen, schrieb die iranische Nachrichtenagentur Fars auf Telegram. Seine Behauptungen seien bloß als übliche „psychologische Kriegsführung und Propagandakampagne“ zu verstehen.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim schrieb dazu auf Telegram, dies sei „keine neue Entwicklung, da die Vereinigten Staaten seit Jahren versuchen, jegliche finanziellen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran zu unterbinden“. Der Iran habe jedoch „gelernt, diese Beschränkungen zu umgehen, und ist darin mittlerweile sehr versiert“.
Trump droht Iran mit „Wirtschaftskrieg“
Angesichts der stockenden Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump einen umfassenden „Wirtschaftskrieg“ gegen Teheran angekündigt. Es werde sich um „die vernichtendste Wirtschaftsoperation“ aller Zeiten handeln, schrieb er am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Zudem drohte Trump jedem Land, das den Iran unterstütze oder mit ihm Geschäfte mache, mit „enormen“ Strafmaßnahmen.
„Heute kündige ich die vernichtendste Wirtschaftsoperation an, die je gegen ein Land ausgeführt wurde“, hieß es in der mit vielen Großbuchstaben versehenen Erklärung von Trump. „Dies wird ein Wirtschaftskrieg und eine Isolation in beispiellosem Ausmaß sein.
Inflationssorgen in der Fed nehmen zu – Trump will Zinssenkung
Die Sorgen über die Inflation haben auf der Juli-Sitzung der US-Notenbank Fed zugenommen. Daher waren mehrere Währungshüter bereit für eine Anhebung der Zinsen, wie aus dem am Mittwoch vorgelegten Protokoll des Treffens hervorgeht. Demnach sagten viele der Notenbanker bei der Juli-Sitzung, eine Anhebung der Kreditkosten werde notwendig, falls die Inflation nicht auf das Ziel der US-Notenbank von zwei Prozent sinke. Auf der Sitzung am 28. und 29. Juli hatte die Fed den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Drei der zwölf stimmberechtigten Mitglieder stimmten jedoch für eine Anhebung um einen viertel Prozentpunkt. Die Befürworter eine Erhöhung sagten demnach, dass der Preisdruck breit angelegt erscheine. Daher müsse der für die Geldpolitik zuständige Ausschuss eine restriktivere Haltung einnehmen. Sonst bestehe die Gefahr „einer steileren und potenziell kostspieligeren Abfolge von Straffungsmaßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt“.

