Nach dem Umzug bietet die Kaffeebar und Jausenstation Frühstück, Mittagessen und alles für den Hunger zwischendurch. Und das jetzt im Schatten alter Bäume.
Rund um die Neue Technik in Graz hat sich zuletzt gastronomisch einiges getan: In der Münzgrabenstraße hat Anfang August das kleine Lokal „WoZi“ mit einem vegetarischen Angebot rund um selbst gemachte Zimtschnecken, Focaccia & Co. aufgesperrt. Am „Fahrradhügel“ ist das „Jössas“ noch immer recht neu. An der Ecke Steyrergasse/Kopernikusgasse, wo zuletzt das Technika (und zuvor Paul & Bohne und Aroom) beheimatet war, ist im Juni das Café Ivy eingezogen. Das Team hinter dem „MEAT.art“ im Shopping Nord bietet Frühstück, Snacks und Süßes sowie Boxen zum Mitnehmen und Drinks to go durchs Fenster.
Und nur einen Schluck Cappuccino entfernt, wie Kollege Michael Saria schon berichtete, ist die Kaffeebar „Das Müller“ ebenfalls zu Sommerbeginn ganz in der Nähe eingezogen. Aus der Münzgrabenstraße, wo man vorher neben dem früheren „Krone-Center“ zu finden war, ist man in einen Neubau am Felix-Dahn-Platz 12 gezogen.
© Michael SariaDie Kaffeebar „Das Müller“ ist in einen Neubau am Felix-Dahn-Platz gezogen
Als Jausenstation versteht man sich nach wie vor auch, schließlich sind nicht nur die Neue Technik, sondern auch das Gymnasium Sacré Coeur gleich ums Eck zu finden. Die Jausentheke im Hauptraum ist gut bestückt, mit diversen belegten Weckerln (4,30 Euro) und vielen süßen Sachen, Früchtebechern (4,90 Euro) oder Salaten mit Käferbohnen oder Thunfisch zum Mitnehmen (6 Euro).
Herzstück des Lokals ist aber, gerade jetzt im Sommer, die schöne Terrasse, auf der man zwischen alten Bäumen quasi im Grünen sitzt – auch im Liegestuhl. Mittags tischt man wechselnde kleine Gerichte wie Penne mit Tunfischsauce oder Kotelett mit Grillgemüse auf, davor wird von 7 bis 11 Uhr morgens Frühstück serviert.
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Kaffeebar Müller: Die Jausentheke ist gut gefüllt © Nina Müller
Das wollen wir einmal ausprobieren. Die Namen sind ja durchwegs originell: Eine Kernöleierspeise (8,90 Euro) trägt den Namen „Ei‘ll be back“, die „normale“ Eierspeise heißt hier „Ei-Catcher“. Ein Blickfang ist aber auch die üppig-fleischige Variante, die schlicht „Ham & Eggs“ heißt: Um 8,90 Euro gibt es drei Spiegeleier, serviert wahlweise auf ein paar Scheiben Schinken oder Speck, dazu eine knusprige Semmel. Klar, so viel falsch machen kann man dabei nicht, aber wir können sie loben: Die Bio-Eier sind frisch und von sehr guter Qualität, genau richtig gebraten und ansprechend angerichtet.
„Ei love Avo“ ist ein vegetarischer Bagel, gefüllt mit Avocado, einem Spiegelei plus etwas schwarzem Sesam (9,90 Euro). Auch ihn würden wir sofort wieder bestellen: Nix Aufregendes, aber ein guter und halbwegs gesunder Sattmacher in der Früh. Auch er wird ansprechend serviert, mit frischen Sprossen und Feigen am Teller. Ein Beerensmoothie mit dem Namen „Very Berry“ (5,90 Euro) sorgt für eine ordentliche Vitaminbombe dazu. Auch der Kaffee hat geschmeckt und gewirkt: 3,60 Euro kostet eine Melange, 4,20 Euro ein Cappuccino.

