Von 4. bis 8. März wurden im Shadag Mountain Resort in Aserbaidschan die Europameisterschaften im Skibergsteigen ausgetragen. Österreich war mit zehn Athletinnen und Athleten vertreten – zwei Damen und acht Herren – und präsentierte sich in beeindruckender Form. Besonders im Vertical überzeugte das Team: Sarah Dreier holte in der Disziplin am Ende sogar Gold und krönte sich erneut zur Europameisterin.
Starker Auftakt für das ÖSV‑Team
Zum Start der EM sorgte die junge Salzburgerin Emma Albrecht für das erste Highlight. Im Sprint der U20‑Kategorie holte sie Silber und damit die erste österreichische EM‑Medaille. Auch bei den Herren gab es starke Leistungen: Andreas Mayer zeigte einen beeindruckenden Sprintbewerb, erreichte das Semifinale und belegte schließlich Platz zehn. Paul Verbnjak schaffte ebenfalls den Einzug in die Heats und wurde 27.
Skibergsteigen im Aufwind: Zwischen Olympia und EM-Erfolgen
Für Österreich ging es am Freitag mit dem ersten Individualrennen der Saison weiter – einer Strecke mit drei Aufstiegen und drei Abfahrten. Besonders bedeutend war an diesem Tag das Senior-Individual. Es kürte die Europameisterinnen und Europameister und floss gleichzeitig in die International Ski Mountaineering Federation-Weltcupwertung ein. Der Kampf um Platz drei wurde zu einer der spannendsten Geschichten des Rennens. Am Ende setzte sich der Österreicher Johannes Lohfeyer durch und sicherte sich nach einem hart umkämpften letzten Anstieg und einer schnellen Schlussabfahrt die Bronzemedaille, ehe am Sonntag die Verticalbewerbe als Abschluss warteten – jene Disziplin, in der das ÖSV‑Team besonders glänzen sollte.
Dreier verteidigt ihren Europameistertitel
Den größten Triumph des österreichischen Teams lieferte jedoch Dreier. Die 30‑Jährige aus Neukirchen am Großvenediger gewann das Vertical‑Rennen klar und sicherte sich ihren zweiten EM‑Titel nach 2024 in Frankreich.
Die Wetterbedingungen waren anspruchsvoll: Dichte Wolken und Nebel im unteren Streckenabschnitt erschwerten die Sicht, während Temperaturen unter dem Gefrierpunkt für eine harte, eisige Strecke sorgten. Davon ließ sich Dreier jedoch nicht beirren. Bereits auf den ersten steilen Metern setzte sie sich von der Konkurrenz ab und gab die Führung nicht mehr aus der Hand.
Nach 33:57 Minuten erreichte sie das Ziel mit knapp 50 Sekunden Vorsprung auf Italien’s Giulia Murada und deutlich vor der Schweizerin Caroline Ulrich.
Im Ziel zeigte sich Dreier erleichtert und stolz. Sie habe früh gemerkt, dass ihre Beine gut seien und sie das geplante Tempo durchziehen könne, erklärte sie später in einem ORF-Interview. Gleichzeitig betonte sie, dass im Vertical „alles zusammenpassen muss“, um eine Top‑Leistung abzurufen.
Weitere Medaillen für Österreich
Neben Dreier gab es im Vertical noch weitere rot‑weiß‑rote Erfolge: Julian Tritscher sicherte sich den U23‑Titel, Christof Hochenwarter holte Bronze bei den Herren und Silvano Wolf eroberte Silber in der U23.
Damit zählte Österreich zu den erfolgreichsten Nationen des letzten EM‑Tages. Ein starkes Resultat gab es auch für Dreiers Partner Verbnjak, der im Vertical‑Rennen der Herren den hervorragenden fünften Platz belegte.
In einem Instagram‑Posting schrieb Dreier, dass sie mit diesem EM‑Titel ihr großes Ziel für diese Saison erreicht habe. Gleichzeitig bedankte sie sich bei allen, die sie auf ihrem Weg unterstützt haben.
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Beitragsbild: GEPA
